„Woi, woi, i ku deitsch redn“ – wenn jemand mit solcher Klarheit auf Tirolerisch antwortet, aber nicht etwa Fabio Gstrein, Johannes Lamparter oder Manuel Feller, sondern Huw Nightingale heißt, dann kann das schon für Verwirrung sorgen. Wir verraten, was hinter dieser Verwirrung steckt und wieso darob sogar ein Wintersport-erfahrener ORF-Reporter vor laufender Kamera völlig perplex war …
Was passiert war: Alle rot-weiß-roten Augen waren im Finale beim Snowboard-Cross-Mixed eigentlich auf Pia Zerkhold und Jakob Dusek gerichtet, eine Medaille für Österreich schien in Griffweite – und wurde letztlich doch verpasst. Den Olympia-Sieg holte sich überraschend die britische Paarung Charlotte Banks und Huw Nightingale …
„Nice to meet you!“
Als ORF-Mann Andreas Blum zum Sieger-Interview schritt, ahnte er nicht, was nun passieren sollte – denn nach seiner Begrüßung mit „Nice to meet you“ wurde er schnell überrumpelt. Banks raunte ihm auf Englisch zu, dass er ruhig auf Österreichisch fragen könne, weil ihr Partner Nightingale der Sprache mächtig sei.
„He speaks German?“
„He speaks German? („Er spricht Deutsch?“)“, fragte Blum zunächst noch etwas ungläubig nach, woraufhin der 24-Jährige sein anfangs erwähntes „Woi, woi, i ku deitsch redn“ einbrachte. Auch danach sprudelte es auf Tirolerisch beinahe ohne Ende aus ihm heraus. Vor und während des finalen Laufs von Banks habe er „hoid ghofft auf die Goldene. I hobs afoch ned erwarten kenna bis sie ins Zü foat und i ihr a Umarmung gebn ku“.
Wie ein britischer Olympia-Sieger gerade in so breitem Unterländer Dialekt antworten kann, ist schnell erklärt: Als Nightingale fünf Jahre alt war, übersiedelte seine Familie aus dem nordwestenglischen Bolton nach Westendorf in Tirol. Sogar beim lokalen Fußball-Klub war er auf Amateur-Niveau aktiv …
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