Nur Rang sieben

Rätsel bei Svancer: „Hat sich komisch angefühlt“

Olympia
10.02.2026 15:21
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Ski-Freestyler Matej Svancer hat bei den XXV. Olympischen Winterspielen in Italien im Slopestyle-Bewerb eine Medaille verpasst. Der 21-jährige ÖSV-Freeski-Star belegte im Finale am Dienstag in Livigno nach einer unglücklichen Vorstellung Rang sieben. „Eine Entwicklung ist da. Vor vier Jahren war ich Achter, jetzt Siebenter – noch 24 Jahre, dann stehe ich ganz oben“, regierte beim Mitfavoriten Galgenhumor. Auf Bronze fehlten Svancer (73,71 Pkt.) mehr als elf Punkte.

Gold holte sich der Norweger Birk Ruud (86,28 Pkt.), 2022 bereits Big-Air-Olympiasieger, vor Alex Hall aus den USA und dem Neuseeländer Luca Harrington. Svancer hatte sich als Vierter der Qualifikation berechtigte Hoffnungen auf olympisches Edelmetall gemacht. Doch bei bewölkten Verhältnissen und schlechter Sicht hatte er so wie viele seiner Konkurrenten Schwierigkeiten, keiner seiner drei Durchgänge gelang fehlerfrei. „Der Speed war hart zum Abschätzen, wenn man nichts sieht.“

Fragezeichen
Er habe sich „komisch, sehr komisch“ gefühlt. „Es hat sich angefühlt, als ob ich nicht ganz für mich Skifahren würde. Ich kann aber auch nicht nachvollziehen, für wen ich es sonst tun würde“, rätselte Svancer wie schon vor vier Jahren in Peking. Lange nachtrauern wollte der Salzburger dem Ergebnis nicht. „Es ist für mich persönlich auch nicht das Höchste, Olympia zu gewinnen, weil es nur ein Contest ist. Obwohl ich es sehr wertschätze, da zu sein, es ist komplett geil.“

  Im ersten Run missglückte der Sprung am ersten Kicker, im zweiten scheiterte er bereits am ersten Rail. Auf Rang zehn liegend startete Svancer in den alles entscheidenden dritten Lauf, diesen brachte der gebürtige Prager zwar ohne Sturz, aber nicht ganz sauber herunter. Das reichte für den amtierenden „Park & Pipe“-Weltcupsieger nicht, um in die Medaillenentscheidung eingreifen zu können. Dort zeigte Ruud schon im ersten Durchgang den Gold-Run, Peking-Olympiasieger Hall musste sich um 0,53 Punkte geschlagen geben. Harrington fuhr im letzten Versuch noch zu Bronze.

Nächste Chance: Big Air
Mit dem Big Air (Sonntag Qualifikation, Dienstag Finale) hat Svancer noch eine zweite Medaillenchance. Die Herangehensweise will er nicht überdenken, die hätte auch dieses Mal gepasst. „Ich war stoked auf den Run. Ich kann wirklich nicht sagen, woran es gelegen ist.“ Svancers Teamkollege Julius Forer hatte als Quali-27. das Finale verpasst. Lara Wolf war am Montag bei den Frauen Final-Neunte geworden.

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