Erstes Olympia-Traning

„Knochen hält!“ Beierl eine Woche nach OP im Bob

Olympia
04.02.2026 18:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Eine Woche nach ihrer Fußoperation ist Katrin Beierl am Mittwoch wieder im Bob gesessen. „Der Knochen hält und es sind keine Schmerzen, aber der Kopf lässt dich noch nicht voll drauf steigen. Wir haben noch Zeit, dass wir da mental drüber kommen“, sagte die Niederösterreicherin im Ziel der Olympiabahn in Cortina. 

Am Donnerstag dürfe sie noch einmal sitzend starten, bei den offiziellen Trainings ab 12. Februar müsse sie den Schlitten wieder selbst bewegen.

  Am Montag vergangener Woche war Beierl in Wien bei der offiziellen ÖOC-Einkleidung, am Dienstag verletzte sie sich beim Krafttraining. Da fiel sie bei koordinativen Übungen vom Medizinball. „Ich bin blöd am Fußrist gelandet. Beim fünften Mittelfußknochen ist das Köpfchen weggebrochen.“ Ihr war sofort klar, dass es schlimmer ist, der Physio habe das Knochenteil bewegen können. Sie bekam rasch einen OP-Termin bei einem Fußspezialisten, das verschobene Stück wurde mit einer Schraube fixiert.

Auch bei Olympia 2018 mit Schraube im Fuß am Start
Da die Schwellung weggegangen war, konnte Beierl den Fuß am Mittwoch erstmals mit einem Tape eng fixieren. Dieses schnitt sie nach dem Training vom Fuß, auf der frischen Wunde klebt ein Pflaster. Am Donnerstag kommt die Naht raus, dann dürfe sie für Schnelligkeitsübungen ins Wasser, erzählte sie. „Ans Bewegen gewöhnen, denn es ist schon ein bisschen schwierig.“ Die Therapie wird in der Heimat gemacht und vor den offiziellen Trainings wieder nach Cortina angereist.

(Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)

  Dieselbe Verletzung habe sie links schon einmal gehabt („Da bin ich bei meinem Arzt im Stiegenhaus umgeknöchelt“) und sei auch bei Olympia 2018 mit einer Schraube im Fuß gefahren, erzählte Beierl. „So blöd das klingt, da weiß ich zumindest, was auf mich zukommt. Wir haben es damals nicht direkt so belastet. Aber ich glaube, es gibt keine Zufälle. Das hat so sein müssen, jetzt müssen wir mit dem arbeiten.“

  Jeder Rennstart werde ein Kampf werden, betrachtet es die 32-Jährige realistisch. „Aber die Ärzte sind dran, es mir so angenehm wie möglich zu machen.“ Auf die Testfahrten diese Woche habe sie nicht verzichten wollen. „Ich spüre beim Fahren wirklich nichts.“ Ihr voller Fokus liege auf dem Monobob, danach werde sie sich Gedanken über den Zweier machen.

Beierl bleibt zuversichtlich
Sie werde versuchen, dem Fuß so viel Ruhe wie möglich zu geben und sei überzeugt, dass die Lauftechnik beim Rennen passen werde, sobald sie voll draufstehen könne. „Ich habe viel erwartet, aber nicht, dass es so schmerzlos ausgeht.“ Sie nehme keine Schmerzmittel untertags, weil sie wissen wolle, was gehe.

Die Bahn sei im oberen Bereich der Kurven eins bis vier sehr anspruchsvoll. „Gerade im Monobob. Da ist die Gefahr zu rutschen sehr hoch gegeben. Aber das hilft mir, denn wenn ich jetzt auf einer Bahn fahren würde, wo es nur um den Start geht, hätte ich schlechtere Karten als hier.“

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