Endlich fängt es an! Das ist das Motto des Brucknerfestes 2026, das heuer von 13. bis 30. September in Linz stattfinden wird. „Es wird ein Fest, das sich in der ganzen Stadt ausbreitet“, sagt Intendant Norbert Trawöger. Die erste Ausgabe des Klassikfestivals mit seiner Handschrift ist im Heute verankert – Tickets gibt es ab sofort.
Der erste Blick wirkt vertraut: Das Brucknerfest 2026 wird – wie in allen Ausgaben zuvor – mit einem Festakt samt Festrede beginnen.
Doch dann steht die Uraufführung eines zeitgenössischen Komponisten am Programm, dazu wird man Lieder unter anderem vom „Hausherrn“ Anton Bruckner hören. Rafael Fingerlos, einzigartiger, charismatischer Bariton, tritt auf; das OÖ. Jugendsinfonieorchester spielt und wird von Kajsa Boström, einer schwedischen Spitzendirigentin, die im Innviertel lebt, dirigiert.
Klassik näher an die Menschen bringen
Der zweite Blick: Insgesamt wirkt dieser Festakt am 13. September stärker als bisher in Oberösterreich und in der Gegenwart verankert. Ja, endlich fängt es an! Klassik wird modern, breiter, heutig, greifbarer.
Austrofred goes Klassik
Norbert Trawöger, künstlerischer Intendant, spannt den Bogen noch weiter. So wird bei diesem Klassikfestival, das bis 30. September anberaumt ist, Markus Poschner das Bruckner Orchester ans Meer von Debussy führen; die angesagten Jazzpianisten Brad Mehldau und Kirill Gerstein improvisieren grandios; Austrofred geht auf Tuchfühlung mit dem Atalante Quartett und Bruckner; Lars Eidinger blättert Gedichte auf; Christian Tetzlaff lässt „Unendlich Bach“ durch seine Finger und die Geige fließen. Dazu gibt es Filme in Kinos und ein Familienfest.
Ingeborg Bachmann-Jubiläum
Und es gibt Platz für Zeitgenössisches aus Österreich: So werden Johannes Hiemetsberger und der Chorus sine nomine ein großes Werk des Wiener Kirchenmusik‑Kapazunders Wolfgang Sauseng präsentieren. Damit rückt man auch den 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann ins Zentrum.
Franz Welser-Möst nimmt Abschied von Cleveland
Als „Satellitenkonzerte“ des Brucknerfestes bezeichnet Trawöger Hochkaräter, die anlässlich des Geburts‑ sowie des Todestages von Bruckner in Linz gastieren. Riccardo Chailly dirigiert die Filarmonica della Scala am 4. September, Franz Welser‑Möst gibt am 11. Oktober sein ganz persönliches Abschiedskonzert mit dem Cleveland Orchestra.
Schauspielpremieren gehören auch dazu
Man setzt im Zeitraum des Brucknerfestes auch konkrete Signale in der Zusammenarbeit zwischen Stadt Linz und dem Land Oberösterreich: So wird „Kunst“ von Yasmina Reza im Museum Francisco Carolinum anlaufen, David Böschs Inszenierung „Linzer Torte“ hat in der BlackBox Premiere.
Am Samstag, 10. Oktober, steht die Premiere von Richard Wagners Oper „Lohengrin“ unter der Leitung von Christoph Koncz, dem künftigen Chefdirigenten des Bruckner Orchesters Linz, im Musiktheater auf dem Programm. Terminüberschneidungen wird es aber keine geben.
Insgesamt verfügt das kommende Internationale Brucknerfest, das sein Zentrum im Linzer Brucknerhaus hat, über ein Budget von rund einer Million Euro – und bleibt damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ticketverkauf startet heute.
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