Sport und Bewegung

„Fit zu sein, ist eine bewusste Lebenseinstellung“

Bewegung ist nicht nur Sport – sie ist ein Schlüssel zu Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Philipp Jelinek, Fitness-Experte und Motivator, erklärt, dass ein aktiver Lebensstil keinen großen Aufwand bedeutet. Er hat viele Tipps und verrät auch persönliche Trainings- sowie Ernährungsschwächen.

Warum fällt es vielen schwer, aktiv zu werden und langfristig zu bleiben? Mitunter sind es falsche Vorstellungen und fehlende Strategien. Philipp Jelinek bietet mit seiner täglichen Bewegungseinheit auf Krone TV die einfachste Möglichkeit, aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun. Im Rahmen der österreichweiten „Krone“-Gesundheitskampagne erzählt er, wie Sport sein Leben geprägt hat und verrät seine Strategien gegen den „inneren Schweinehund“. 

„Krone“: Waren Sie schon immer sportbegeistert und wie schaffen Sie es, sich noch immer so fit zu halten?
Philip Jelinek: Sport und Bewegung waren immer schon Teil meines Lebens, ich brauche das als Ausgleich.  Mit sechs Jahren war ich in einem Schwimmverein und Sportarten, wie Tennis, Surfen, Wasserski, Snowboard, Ski, Langlaufen usw. konnte ich immer relativ schnell auf einem Niveau ausüben, wo es auch Spaß macht. Es geht aber nicht um Leistung, das wichtigste ist das Fundament, auf dem wir aufbauen: Mobilisation, Koordination, Gleichgewicht und Kräftigung. Diese Übungen sind extrem wichtig, egal ob jung oder junggeblieben.

Fit zu sein, ist für mich eine Lebenseinstellung. Das beginnt in der Früh zu Hause mit Mobilisations- und Dehnungsübungen. Ich fahre im Jahr 10–11.000 Kilometer mit dem Rennrad, mache 2x in der Woche Kraft- und Stabilitätsübungen. Gelegentlich probiere ich aber auch neue Sportarten aus.

Wie gehen Sie mit Motivationslöchern um, wenn Sie einmal keine Lust haben? Welche Strategien helfen, um langfristig motiviert zu bleiben?
Natürlich gibt es auch bei mir die Tage, vor allem im Winter, an denen ich gerne einmal faul bin – auch das gehört dazu. Dem Körper Ruhe geben, regenerieren. Was mich motiviert, ist mein persönliches Wohlbefinden. Ich tue meinem Körper etwas Gutes, ich mache es für mich. Es geht nicht um Sport, es ist die regelmäßige Bewegung, die uns körperlich und mental guttut. Tipp: Tragen Sie im Kalender einen Termin mit sich ein!

Was sind Ihre Trainings- oder Ernährungs-„Sünden“, die Sie überwinden müssen?
Ich esse gerne und nicht immer die gesündesten Dinge, z.B. kann ich einem Punschkrapferl, einer Pizza oder Kabeljau mit Mayonnaise-Salat nicht widerstehen. Deswegen mache ich viel Bewegung, denn ich muss die Kalorien auch wieder verbrennen. Sonst gehe ich auf wie ein Germknödel. Trainingssünden? Früher habe ich mich nicht immer an den Trainingsplan gehalten, nach dem Motto: „Ein bisserl geht noch.“

Wie finden Sie die Balance zwischen ehrgeizigem Training und Burnout-Prävention für sich selbst, was raten Sie anderen?
Ich sage immer, Training muss Spaß machen. Mit Zwang und Druck geht es in die Gegenrichtung. Bewegung kann auch Burnout vorbeugen, reduziert Stress und durch die Ausschüttung von Endorphinen verbessert sich der mentale Zustand. Schon moderate, regelmäßige Aktivitäten, wie Spaziergänge oder Radfahren, sind effektiv, besonders in der Natur. 

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um, wenn Sie ein gestecktes Ziel nicht erreichen? 
Rückschläge gehören zum Leben, auch wenn es nicht immer leicht ist, damit umzugehen. Ich bin dankbar für alle Rückschläge und Niederlagen, denn ich habe immer was daraus gelernt und es hat mich persönlich stärker motiviert, dranzubleiben. 

Was sind die wichtigsten Dinge, die man in seinem Trainingsplan beachten muss, um seine spezifischen Ziele schneller zu erreichen? Was sind die häufigsten Fehler?
Wichtig ist eine auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Strategie. Und auf das Feedback des eigenen Körpers zu hören, denn selbst der beste Plan passt nicht für alle. Für den Muskelaufbau braucht es ein steigendes Trainingsvolumen, durch mehr Wiederholungen oder Gewicht. Bei gleichen Sätzen oder Gewichten über Wochen setzen wir keine Reize mehr. Wichtig ist auch eine ausreichende Proteinzufuhr. Häufige Fehler sind, zu wenig zu essen, aber auch wenig Schlaf und Pausen, denn der Muskel wächst in der Ruhephase!

Ich will Muskeln auf- und Fett abbauen, wie sieht die optimale Strategie für diesen Prozess aus?
Wichtig ist ein moderates Kaloriendefizit, ausreichend Proteinzufuhr und Krafttraining mit progressiver Belastung! Es gibt jedoch nicht ein Erfolgsrezept für alle, jeder ist individuell und auch nicht jeder Lebensabschnitt ist gleich. Ich habe mich ernährungstechnisch austesten lassen: Was tut mir gut, was nicht. Das kann ich nur empfehlen. 

Welche Grundübungen sind für Anfänger am wichtigsten und wie führe ich sie sicher aus, um das Beste herauszuholen?
Hilfreich sind Übungen, die dabei unterstützen, den Körper in all seinen Facetten kennenzulernen. Mobilisation, Koordination, Gleichgewicht, Stabilität aus der Körpermitte, Kräftigung und Atmung sind die Basis. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, diese Dinge sollten konstant wiederholt werden. Regelmäßigkeit und Abwechslung bringen den Erfolg. Einfachste Möglichkeit dazu: „Philipp bewegt“ jeden Tag auf Krone TV. Für eine optimale Strategie zum Muskelaufbau, die richtige Ausführung und Auswahl der Übungen empfehle ich immer, einen Trainer heranzuziehen.

Viele haben nur ihren Sixpack im Blick und vergessen, wie wichtig eine starke Rückenmuskulatur ist. Was raten Sie diesbezüglich?
Rund 1,9 Millionen Österreicher leiden unter Rückenproblemen! Auch ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eines Bandscheibenvorfalls, konnte jedoch damals mit gezieltem Training und Übungen eine Operation vermeiden. Daher habe ich den Ratgeber „Rückenfit mit Philipp bewegt“ geschrieben – um den Menschen zu zeigen, was man tun kann, damit es einem wieder besser geht bzw., dass es gar nicht zu schwerwiegenden Problemen kommt.

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