Ungewöhnlich frostig

Minus 22 Grad: Ski-Traumstart bei extremer Kälte

Österreich
22.11.2025 12:27

Eiskalt, aber sonnig: So zeigt sich das Hochgebirge zum Saisonstart für Skifahrer, wie etwa in Hochfügen im Zillertal oder auf der Planai in Schladming. Am Tiroler Brunnenkogel in den Ötztaler Alpen fallen die Temperaturen sogar bis auf minus 22 Grad. Experten sprechen für diese Jahreszeit von ungewöhnlich extremer Kälte.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken viele auf den ausbleibenden Schnee in der Bundeshauptstadt. Anfang der Woche wirkte es laut Wettervorhersage noch so, als könnte Wien am Wochenende ein erstes Winterkleid bekommen. Doch am Samstag zeigt sich die Stadt stellenweise sonnig, begleitet von eisigen Windböen. Einzig allein in Innsbruck schüttelte „Frau Holle“ in den vergangenen Tagen stellenweise kräftig ihre Betten aus. In den meisten anderen Landeshauptstädten blieb der langersehnte Schneefall größtenteils aus. 

Traumhafter Saisonstart in mehreren Skigebieten
Einige Höhenmeter über den Tälern hat der Winter aber unlängst begonnen. Die meisten Gletscher haben bereits die Lifte geöffnet, nun ziehen auch die höher gelegenen Skigebiete langsam nach. Der Saisonstart wie etwa im beliebten Tiroler Skigebiet in Hochfügen im Zillertal am Samstag kann sich durchaus sehen lassen. Bei wolkenlosem Himmel ziehen zahlreiche Wintersportliebhaber ihre ersten Schwünge durch den Schnee, wie auf Webcams zu sehen ist. Fachleute von der Gesophere Austria sprechen zwar von ungewöhnlich niedrigen Temperaturen für die Jahreszeit. Die Skifahrer lassen sich dennoch nicht davon abhalten, den Berg zu stürmen – hoffentlich aber warm eingepackt, denn an der Waidoffen auf 2300 Metern herrschen derzeit minus 12 Grad. 

Tirol ist mit den früh geöffneten Skigebieten wie gewohnt Spitzenreiter. Neben Hochfügen haben bereits mehrere Skigebiete aufgesperrt: Hochgurgl/Obergurgl ist seit Donnerstag offen, dort steht für die Herren am Samstag das Slalom-Weltcuprennen auf dem Programm. Die Innsbrucker Nordkette folgte am Freitag, und am Samstag startet auch die Axamer Lizum in die Saison. In Kirchberg/Kitzbühel laufen bereits sechs Skilifte.

Auch in der Steiermark öffnete in Schladming die Reiteralm am Freitag, am Samstag folgte die Planai. In Vorarlberg nahm Silvretta Montafon am Freitag den Betrieb auf, in Kärnten ist seit Samstag die Turracher Höhe geöffnet. Ende November bzw. Anfang Dezember ziehen zahlreiche weitere Skigebiete nach. 

Auch am Sonntag sonnig in den Bergen
Wer die Skisaison heuer früh eröffnen möchte, ist auch am Sonntag gut beraten. Der Osten Österreichs bleibt den ganzen Tag über sonnig. Im Westen, besonders in Vorarlberg, ziehen bereits am Morgen erste Wolken auf, die Gipfel bleiben jedoch auch tagsüber frei. Im Verlauf des Vormittags breitet sich die Wolkendecke auf Tirol und den Westen Salzburgs aus.

Am Nachmittag ziehen Wolken auch über weite Teile Kärntens, Oberösterreichs und den Westen der Obersteiermark, während in Niederösterreich und im östlichen Bereich der Steiermark die Sonne noch scheint. Die frostigen Temperaturen in den Bergen lassen im Tagesverlauf nach, besonders in den westlichen Bundesländern. Die Temperaturen liegen bei minus 7 Grad.

Winterliche Bedingungen bei Langen in Bregenz in Vorarlberg.
Winterliche Bedingungen bei Langen in Bregenz in Vorarlberg.(Bild: Dagmar Gammerer)
(Bild: Dagmar Gammerer)
In Bachham in Laakirchen (OÖ) blieb der Schnee über Nacht liegen.
In Bachham in Laakirchen (OÖ) blieb der Schnee über Nacht liegen.(Bild: Regina Stritzinger)
(Bild: Regina Stritzinger)

Neuschnee für kommende Woche angesagt
Am Montag wird das Wetter deutlich ungemütlicher, bringt aber gleichzeitig reichlich Neuschnee für die Pisten. Von Südwesten ziehen Wolken auf, auch im Hochgebirge wird das Wetter schlechter. Im Laufe des Tages beginnt es dann zu schneien, besonders in den Karawanken kann der Schneefall durchaus kräftig werden. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 1200 und knapp 2000 Metern. Der Wind pfeift mäßig bis lebhaft aus südlicher Richtung über die Gipfel. In 2000 Metern Höhe klettert das Thermometer gerade mal auf minus 3 Grad.

Schneefall sorgte Verkehrschaos
Besonders im Westen ist zu Wochenbeginn wieder erhöhte Vorsicht auf den Straßen geboten. Vor allem in Tirol führte der vorzeitige Wintereinbruch in den vergangenen Tagen zu mehreren Unfällen. Die winterlichen Bedingungen bereiteten zahlreiche Probleme im Verkehr: Am Freitagmorgen musste etwa die B177 Seefelder Straße im Bereich des Zirler Bergs nach einem schweren Lkw-Unfall mit Verletzten komplett gesperrt werden.

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