Er ist vor allem in Wien berühmt – und auch berüchtigt: Parkstrafen-Jurist Dr. Oliver Luesgens. Während er Ermittlungen gegen ihn wegen mutmaßlicher Beweismittelfälschung und Erpressung bestätigte, kündigte er schon neue Ideen an. Die Regierung, meint er, habe ihren neuen Gesetzesentwurf nicht zu Ende gedacht.
Was man dem deutschen und auch in Wien tätigen Juristen Dr. Oliver Luesgens auf keinen Fall nachsagen kann, ist zu wenig Selbstvertrauen. Schon im vergangenen September regte der Anwalt, der aufgrund seines rigiden Vorgehens gegen Parksünder Bekanntheit erlangte, mit markigen Aussagen in der „Krone“ auf.
395 Euro Strafe seien noch zu wenig, „Google hasst mich“ und „Wer austeilen kann, muss auch einstecken können“ sind nur einige der Sätze, die zeigten, dass Luesgens seine Mandanten aus Überzeugung vertritt.
Anwalt sieht Ermittlungen gelassen entgegen
Angesprochen auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Beweismittelfälschung und versuchter Erpressung (die Unschuldsvermutung gilt) meint Luesgens: „Es ist der hinlänglich bekannte Versuch der Stimmungsmache durch einen anderen Anwalt gegen mich.“ Er sehe die Vorgänge als alten Rachefeldzug und gehe davon aus, dass das Ermittlungsverfahren gegen ihn selbstverständlich eingestellt werde.
Wie wir das gestalten werden, da sollen sich die Leute überraschen lassen. Die Entscheidung der Regierung war vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht.
Dr. Oliver Luesgens, Jurist
Hilfe angeboten, Justizministerium schwieg
Und möchte klarstellen: „Ich betreibe kein Geschäftsmodell, ich werde von Mandanten beauftragt, deren Besitz gestört wurde. Man wollte immer, dass das Anwälte machen.“ Und nicht Firmen wie „Zupf di“. Dass nun ermittelt wird, nimmt er gelassen. Ebenso die neuen gesetzlichen Bestimmungen der Regierung. „Die Entscheidung der Regierung war vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht“, meint Luesgens kryptisch. Er habe seine Hilfe als Experte angeboten und keine Rückmeldung aus dem Justizministerium bekommen.
Nach Gesetzesnovelle kommt Überraschung
Wer glaubt, dass er nach der Gesetzesnovelle nun wieder überall einfahren und parken kann, ohne bestraft zu werden, könnte jedoch irren. Im Gespräch mit der „Krone“ kündigte Luesgens bereits neue Wege an, wie er seinen Mandanten in Zukunft zu ihrem Recht helfen will.
Allzu viele Einblicke gibt es zurzeit aber noch nicht: „Wie wir das gestalten werden, da sollen sich die Leute überraschen lassen!“
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