Hilfe bei Verkühlung

Erkältungsmythen im Check – was stimmt, was nicht?

Gesund
18.11.2025 06:00

„Mach das, du wirst merken, wie gut es hilft.“ Nett gemeinte Ratschläge wie diese bekommen wir im Winter von der gesamten Familie, Freunden und Arbeitskollegen. Entlarvt! Worauf man sich tatsächlich verlassen kann bzw. was einfach nur eine Fehlinformation ist und wieder vergessen werden kann.

Man hört sie derzeit überall: Tipps und Tricks, wie man Verkühlungen bekämpft oder verhindert. Ganz nach dem Motto: „Das hat schon meine Oma immer gesagt.“ Wir haben den Wahrheitsgehalt von einigen Mythen geprüft:

  • „Jetzt nur nicht küssen!“
    Stimmt. Erkältungen werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Trotzdem ist die Ansteckungsgefahr geringer als gedacht: Die meisten Viren werden nämlich beim Küssen geschluckt und überleben im Magen nicht lange. Wer auf Nummer sicher gehen will, kuschelt stattdessen. Denn auch dabei setzt der Körper Glückshormone frei, welche die Abwehrkräfte stärken.
  • „Ab in die Sauna!“
    Nicht bei Verkühlung! Die starke Hitze und auch die anschließende Abkühlung im Tauchbecken belasten das geschwächte Immunsystem sowie Herz und Kreislauf stark – vor allem bei Fieber. Richtig ist: Regelmäßige Saunagänge können Erkältungen vorbeugen.
Nasenspray nicht mehrere Wochen durchgehend verwenden.
Nasenspray nicht mehrere Wochen durchgehend verwenden.(Bild: amixstudio - stock.adobe.com)
  • „Vorsicht, Nasensprays sind gefährlich.“
    Falsch. Schnupfengeplagte sollten diese Mittel aber maximal eine Woche anwenden. Bei zu langem Gebrauch werden die Nasenschleimhäute angegriffen.
  • „Beim Niesen immer eine Hand vorhalten!“
    Besser nicht. Die Krankheitserreger werden nämlich beim nächsten Händeschütteln übertragen. Besser in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen.
  • „Die Grippeimpfung schützt auch vor Erkältungen.“
    Nein! Da die Erkrankungen durch verschiedene Erreger ausgelöst werden, beugt die Impfung nicht Verkühlungen vor, sondern schützt „nur“ vor (lebens)gefährlichen Influenza-Erregern. Erkältungen können also trotzdem auftreten.
  • „Bei Schnupfen gründlich schnäuzen.“
    Ein echter Mythos. Durch zu intensives Naseputzen wird das Sekret vielmehr im ganzen Nasen-Rachen-Raum verteilt. Besser wäre es, sanft zu schnäuzen und dabei jeweils ein Nasenloch zuzuhalten.
  • „Hühnersuppe essen“
    Ein guter Tipp! Omas Hausmittel blockiert im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind. Zusätzlich enthält Hühnersuppe viel Zink (wichtig für die Abwehrkräfte), gebunden an den Eiweißbaustein Histidin. Durch diese Kombination wird Zink besonders gut vom Körper aufgenommen.
  • „Warme Milch mit Honig lindert Halsweh.“
    Stimmt nicht. Wer möchte, darf das süße Getränk aber natürlich trotzdem genießen.
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