Auf Syphilis etc.

ÖH und AIDS-Hilfen bieten kostenlose STI-Tests an

Österreich
17.11.2025 19:18

Während HIV-Tests in Österreich kostenlos angeboten werden, müssen Untersuchungen auf andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Gonorrhö oder Syphilis in der Regel privat bezahlt werden. Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) und AIDS-Hilfen bieten nun kostenlose Tests für Studierende an.

Das funktioniert so, dass Studierende österreichweit Gutscheine über den ÖH-Onlineshop bestellen und anonym einlösen können. Die Aktion wird zum zweiten Mal durchgeführt. „Sexuelle Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Gerade für junge Menschen und Studierende muss der Zugang zu Tests und Beratung einfach, anonym und kostenfrei möglich sein (...)“, sagte Andrea Brunner, Geschäftsführerin der Aids Hilfe Wien. Derzeit kosten STI-Tests häufig mehr als 150 Euro. Sie werden zum Beispiel in Laboren und Fachzentren angeboten.

Damit die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden, ist eine Überweisung nötig – entweder von Fachärztinnen und Fachärzten der Dermatologie, Urologie, Gynäkologie oder Allgemeinmedizin. Dazu müssen die Patientinnen und Patienten entweder bereits Symptome aufweisen oder eine Ansteckung vermuten, wenn etwa eine Sexualpartnerin oder ein Sexualpartner positiv getestet wurde. Die österreichischen AIDS-Hilfen testen alle Menschen in allen Bundesländern kostenlos und anonym auf HIV.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

  • Unter dem Begriff werden 30 verschiedene Erreger zusammengefasst, darunter HIV, Chlamydien, Syphilis und das Herpesvirus.
  • Mögliche Symptome sind ein ungewöhnlicher Ausfluss, Zwischenblutungen, Brennen beim Urinieren, Juckreiz, Ausschlag, Schmerzen beim Sex, Durchfall oder auch grippeähnliche Symptome.
  • In den schlimmsten Fällen kann es zu einer Eileiterschwangerschaft, Unfruchtbarkeit und zu der Entstehung von Tumoren kommen, wie Gebärmutterhalskrebs.

„Kein Mensch sollte zwischen seiner Gesundheit und seinem Kontostand wählen müssen. Doch für viele Studierende ist genau das die Realität. Sexuelle Gesundheit ist kein Randthema, sondern betrifft uns alle“, sagte Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitzteam. Die ÖH habe auch die Einführung der kostenlosen HPV-Impfung bis 30 Jahre sowie deren Verlängerung erkämpft. Zudem würden Studierende kostenlose psychotherapeutische Beratung bekommen. „Am Ziel sind wir damit aber noch lange nicht“, sagte Viktoria Kudrna aus dem Vorsitzteam. Laut der Studierendenvertretung muss die Politik Verantwortung für mehr sexuelle Gesundheitsvorsorge übernehmen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Höchstwerte bei sexuell übertragbaren Krankheiten gemeldet, hierzulande gibt es auffallend viele neue Fälle von Gonorrhö und Chlamydien. Als Ursachen sehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem eine Zunahme an ungeschütztem Sex mit wechselnden Partnerinnen und Partnern und den zunehmenden Verzicht auf Kondome.

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