Die Neuschnee-Menge in der Nacht auf Samstag wäre dagegen zwar ein Kinderspiel gewesen, doch der Nebel, der sich ab Mittag auf die Corviglia gelegt hatte, machte ein Rennen völlig unmöglich. Das ist die in der Gegend berüchtigte Maloja-Schlange – eine Nebelfront, die sich oft tagelang über die Berge über St. Moritz schlängelt. Und die lässt sich selbst vom richtig bösen Gschau der FIS nicht so leicht vertreiben.
Im Halb-Stunden-Takt wurde der Start des Rennens verschoben. Mühsam für alle – vor allem aber für die Fahrer, die am Start so verzweifelt versuchten, die aufgebaute Spannung aufrechtzuerhalten und den Körper einigermaßen in Schuss zu halten.
Um 14 Uhr warf sich noch einmal ein Vorläufer in die Nebelwand, um 14.05 Uhr kam die endgültige Absage. Und das Heim-Rennen begann Alles raste heim. Nur einen Tag daheim für die ÖSV-Abfahrer, schon am Montag hebt der Flieger Richtung Russland ab.
Dass mit der Absage des Rennens auch ein Quali-Lauf für die olympische Abfahrt am kommenden Sonntag verloren ging, nahm etwa Klaus Kröll gelassen: "Ein faires Rennen wäre das hier sowieso nicht geworden. So gesehen bin ich über die Absage sogar froh", meinte der Steirer.
Zimmerpartner Georg Streitberger mit Startnummer 2, Flo Scheiber mit der 3 und Romed Baumann mit der 7 mussten in den 135 Minuten Wartezeit viermal ins Starthaus, wurden viermal jedoch wieder zurückgepfiffen. "Jetzt bin ich völlig durchgefroren", schüttelte es Baumann. Leise Ahnung bei der Fahrt ins Tal: Genau so kann’s nächste Woche in Sotschi auch werden.








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