Geld bereits da, aber:

Details des Intel-Deals noch in der Schwebe

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29.08.2025 07:23

Der milliardenschwere Einstieg der US-Regierung bei Intel ist nach Angaben des Weißen Hauses noch nicht endgültig besiegelt - obwohl der Chipkonzern bereits eine Zahlung erhalten hat. Das Geld aus der von Präsident Donald Trump ausgehandelten Vereinbarung sei am Mittwochabend eingegangen, sagte Finanzchef David Zinsner am Donnerstag auf einer Investorenkonferenz. 

Es handelt sich um 5,7 Milliarden Dollar (rund 4,92 Milliarden Euro) für einen Anteil von zehn Prozent. Die Beteiligung sei ein Anreiz für Intel, die Kontrolle über sein Auftragsfertigungsgeschäft (Foundry) zu behalten, erklärte Zinsner. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte jedoch, das Abkommen werde vom Handelsministerium noch ausgearbeitet. Die Vereinbarung werde „intensiv diskutiert“.

Leavitt bezeichnete sie als eine von Trump vorgeschlagene „kreative Lösung“. Ein Vertreter des Weißen Hauses führte auf Nachfrage aus, dass einige Punkte, darunter eine Vergabe von drei Milliarden Dollar aus dem Verteidigungsministerium für eine „Secure Enclave“, noch nicht abgeschlossen seien. Es war zunächst unklar, ob die Äußerungen darauf hindeuten, dass die Vereinbarung noch überarbeitet werden könnte.

Eine „Secure Enclave“ ist ein besonders geschützter Bereich innerhalb eines Prozessors, der dafür entwickelt wurde, sensible Daten sicher zu verarbeiten und zu speichern, selbst wenn das restliche System kompromittiert ist.

Weitere Anteile
Zinsner zufolge enthält die Vereinbarung zudem eine Option für die Regierung auf weitere fünf Prozent der Anteile, sollte Intels Beteiligung an seiner Foundry-Sparte unter 51 Prozent fallen. Dies sei jedoch unwahrscheinlich. Intel hatte die Trennung seiner Auftragsfertigung von seinem Chip-Design-Geschäft eingeleitet.

Der Konzern erklärte in diesem Zusammenhang, dass er für die Foundry-Sparte externe Investoren gewinnen könnte und dafür einen eigenen Vorstand eingerichtet habe. Bei einer externen Beteiligung bevorzuge Intel einen strategischen gegenüber einem Finanzinvestor, sagte Zinsner nun. Ein solcher Schritt stehe jedoch erst in mehreren Jahren bevor.

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