10.12.2013 16:47 |

"Drago" im Interview

"Die Rapid-Fans sollen sich da raushalten"

Aleksandar Dragovic im "Krone"-Interview. Der Ex-Austrianer über das Leben in Kiew inmitten der Proteste und die Chancen im "Finale" gegen Rapid.
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"Krone": Kiew macht derzeit Schlagzeilen durch die täglichen Proteste der Opposition gegen die Regierung. Am Montag ließ die Regierung Sondereinheiten aufmarschieren. Da ist wohl das "Finalspiel" um das Weiterkommen in der Europa League nur Nebensache.
Aleksandar Dragovic: Es wäre wirklich nicht glaubhaft, würde ich sagen, das Ganze geht an mir spurlos vorüber. Es passiert ja quasi vor meiner Haustür. Meine Wohnung in der Innenstadt ist nicht weit vom Maidan-Platz entfernt, das Zentralstadion, in dem wir immer spielen, liegt ja auch im Zentrum, wenige Gehminuten von der Hauptstraße entfernt. Man hat mir gesagt, dass die Proteste nicht aufhören werden. Doch die Politik ist nicht meine Sache. Da halte ich mich völlig raus. Ich werde kein Wort über Vitali Klitschko sagen. Und noch eines: Die Rapid-Anhänger, die nach Kiew kommen, wären sehr gut beraten, sich aus der ganzen Sache rauszuhalten. Bei den Protesten mitzumachen, wäre wirklich keine gute Idee.

"Krone": Können sich Ihre ukrainischen Mitspieler derzeit auf Fußball und Europa League konzentrieren?
Dragovic: Wir sind alle total fokussiert auf dieses Spiel, haben uns minutiös darauf vorbereitet. Flogen nicht wie geplant ins Trainingslager in die Türkei, weil es letzte Woche hier gutes Wetter gab. Zu schneien begann es erst am Sonntag. Dazu kam klirrende Kälte. Vielleicht gibt's am Donnerstag eine Schneeballschlacht.

"Krone": Die Wetterprognosen sprechen nur von minus ein Grad in Kiew zur Anpfiffzeit um 22 Uhr ohne Schnee. Wie viele Fans werden kommen?
Dragovic: Bei der späten Beginnzeit wohl nicht viel mehr als 10.000.

"Krone": Was bedeutet minutiös vorbereitet auf Rapid?
Dragovic: Wir haben alles genau analysiert, DVDs der Spiele in Ried und Wolfsberg gesehen. Wir dürfen nicht verlieren, Rapid muss gewinnen, das spricht für uns.

"Krone": Die Spiele in Ried und Wolfsberg müssen Kiew aber nicht beunruhigen.
Dragovic: Wolfsberg sagt gar nichts. Auf diesem harten Boden kann man nicht normal spielen.

"Krone": Man hört, eine Niederlage könnte Oleg Blochin den Trainerjob kosten.
Dragovic: Wir wollen im Europacup überwintern, sind alle froh, die Ikone Blochin zu haben. Aber unser Präsident wäre sicher sehr böse, wenn wir verlieren.

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