UN fordert:

Rechenzentren sollen bis 2030 komplett grün sein

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23.07.2025 07:16

Technologiekonzerne sollen ihre Rechenzentren nach Ansicht der Vereinten Nationen spätestens 2030 zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betreiben. „Die Zukunft liegt in der Cloud“, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Dienstag in New York. „Sie muss von der Sonne, dem Wind und dem Versprechen einer besseren Welt angetrieben werden.“

Guterres hielt seine Rede in der UN-Zentrale einen Tag vor der geplanten Veröffentlichung des US-Aktionsplans für Künstliche Intelligenz. Insidern zufolge will Präsident Donald Trump mit einem Bündel von Dekreten unter anderem den Ausbau von Stromtrassen beschleunigen sowie staatliche Grundstücke für den Bau von Rechenzentren freigeben. Wegen des wachsenden Strombedarfs hat Trump zudem den nationalen Energie-Notstand ausgerufen und plant den Bau zusätzlicher Gas- und Kohle-Kraftwerke. Staatliche Hilfen für Ökostrom-Projekte hat seine Regierung dagegen weitgehend gestrichen.

KI-Programme benötigen viel Rechenpower
KI-Programme benötigen viel Rechenpower. Die dafür notwendigen Hochleistungsrechner sind zudem stromhungriger als klassische Server. Um das Potenzial von KI ausschöpfen und im internationalen technologischen Wettlauf vorne mitmischen zu können, treiben Regierungen und Unternehmen weltweit den Bau von Rechenzentren voran. Allein die USA wollen hierfür im Rahmen des Projekts „Stargate“ 500 Milliarden Dollar in die Hand nehmen.

Die Europäische Union plant, 200 Milliarden Euro zu mobilisieren. Die Beratungsfirma Deloitte beziffert den Investitionsbedarf allein in Deutschland auf bis zu 60 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Nur so könne die heimische Industrie wettbewerbsfähig bleiben.

Steigender Bedarf
Als größter Bremsklotz für den Ausbau der KI-Infrastruktur gilt die Befriedigung des schnell wachsenden Stromhungers. Einer Prognose der Internationalen Energieagentur IEA zufolge wird sich der weltweite Verbrauch von KI-Rechenzentren bis 2030 auf 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Dies entspricht in etwa dem heutigen Jahres-Energiebedarf Japans.

Die großen US-Technologiekonzerne haben daher in den vergangenen Monaten zahlreiche Lieferabkommen mit Versorgern abgeschlossen. Um gleichzeitig die Emission von Treibhausgasen im Griff zu halten, setzen sie verstärkt auf Atomenergie. Dabei sichern sie sich entweder Strom aus bestehenden Reaktoren, lassen stillgelegte Kraftwerke wieder hochfahren oder unterstützen die Entwicklung neuartiger Mini-Akw.

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