16.11.2005 16:41 |

Beschlossen

Internet bleibt in der Hand der USA

Eigentlich wollte die UNO die Verwaltung des Internets an sich reißen. Dies wurde jetzt am Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Tunesien verhindert - die USA bleiben an der Macht. Zwar wird ein regierungsübergreifendes Gremium gegründet, welches aber im Endeffekt ohne Entscheidungsgewalt bleiben wird.

Schon lange tobt ein erbitterter Streit um die Verwaltung des Internets. Und erst wenige Stunden vor Auftakt des Weltgipfels wurde von den 170 Teilnehmerländern ein, wenn auch augenzwinkernder, Kompromiss gefunden.

USA behält die Macht
Bisher hatte das US-Unternehmen ICANN (Internet Coporation for Assigned Names and Numbers) die Oberhand über das Netz. Daran wird sich auch nichts wesentliches ändern. Ein regierungsübergreifendes Gremium wird aber zukünftig eine beratende Funktion einnehmen. In diesem Gremium sollten auch Fragen zu Kriminalität im Internet, Hackern, Viren und Spam geklärt werden.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat schon im Vorfeld dazu aufgerufen, alle Menschen an den Vorteilen des Internets Teil haben zu lassen. Vorwürfe der USA, die UNO wolle die Macht an sich reißen, wies er zurück. Insgesamt 12.000 Menschen werden zu dem Gipfel erwartet.

Freitag, 25. Juni 2021
Wetter Symbol