Salzburg hatte in den vergangenen Wochen national und international mit einem Offensivfeuerwerk die Fans begeistert. Gegen Lüttich war allerdings Geduld gefragt. Die Belgier entschärften die Angriffsbemühungen der Gastgeber geschickt und ließen eine Halbzeit lang keine Chancen zu. Erst Kapitän Jonatan Soriano brach den Bann (53.). Ramalho sorgte bereits in Überzahl nach Roten Karten für Mane (42.) bzw. Carcela-Gonzalez (38.) und Kanu (67.) für die Vorentscheidung (85.), ehe der Elfmetertreffer von Mujangi Bia (88.) noch für spannende Schlussminuten sorgte.
"Lüttich war ein sehr unangenehmer Gegner", gestand Trainer Roger Schmidt. "Wir haben gesehen, wenn der Gegner eine andere Qualität hat, ist es auch für unser Spiel schwierig, aber die Mannschaft hat die richtige Antwort gefunden. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass die Mannschaft über 90 Minuten sehr gut verteidigt hat. Das zeichnet diese Mannschaft auch aus, dass man in gewissen Situationen auch schlau sein und Geduld haben muss. Es spricht auch für das Selbstvertrauen", analysierte der Trainer zufrieden.
Zufrieden waren wohl auch Dietrich Mateschitz auf der Tribüne sowie Global Sports Director Gerard Houllier und Sportdirektor Ralf Rangnick, die per SMS bzw. EM-Mail gratuliert haben. Immerhin gibt es mit Tottenham Hotspur, Fiorentina, Eintracht Frankfurt und Ludogorez Rasgrad nur noch vier weitere Mannschaften, die bei Halbzeit beim Punktemaximum halten.
Erster Matchball in Lüttich
"Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das habe ich ihr nach Schlusspfiff in der Kabine auch gesagt", erklärte Schmid. "Wir haben alle Spiele verdient gewonnen, sind aber noch nicht durch und haben in Lüttich den Matchball. Und den wollen wir nützen". Mit einem weiteren Sieg wären die Salzburger fix durch und hätten auch weiter die Chance, die sensationelle Serie von 2009 zu wiederholen, als sie gegen Villarreal, Lazio Rom und Lewski Sofia alle Spiele gewonnen haben.
Die Spieler haben nach dem schwer erkämpften Sieg gegen Lüttich keinen Zweifel mehr am Aufstieg. Christoph Leitgeb, den Schmidt als "bester Spieler auf dem Platz" lobte, meinte: "Wir haben uns in der ersten Hälfte gegen die zwei Viererketten, die sehr konsequent gespielt haben, schwergetan. Wir haben dann probiert, schneller nach vorne zu spielen. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Frühjahr noch dabei sind." Franz Schiemer sagte: "Das war die halbe Miete, eine bessere Position kann man sich nicht schaffen."
Anerkennung auch vom Gegner
"In der ersten Hälfte war es eine Mittelfeldschlacht mit wenigen Chancen. In der zweiten Hälfte war Salzburg besser, spielte ein extremes Pressing, ging verdient 1:0 in Führung. Der zweite Ausschluss war spielentscheidend, denn mit acht Feldspielern gegen eine so spielstarke Mannschaft zurückzukommen, das ist schon sehr schwierig bzw. fast unmöglich", erklärte Lüttich-Trainer Guy Luzon und legte ein Lob nach: "Salzburg hat ein hervorragendes Kollektiv. Ich bin beeindruckt, wie diese Mannschaft als Team arbeitet und ein sehr hohes Tempo gehen kann."








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