Paris-Roubaix

Radsport-Veteranen in der „Hölle des Nordens“

Niederösterreich
21.04.2025 18:00

Das legendäre Radrennen von Paris nach Roubaix zählt zu den härtesten Prüfungen für Radsportler. Drei Österreicher nahmen die Kopfsteinpflaster-Tortur auf sich. Das Besondere an diesem Trio: Gemeinsam sind sie 220 Jahre alt!

Dieses Radrennen ist eine Legende. Paris-Roubaix, von Radsportlern mit ehrfürchtigem Schaudern auch die „Hölle des Nordens“ genannt. Und auch das Team der Crataegutt-Seniors ist mittlerweile eine Legende im heimischen Radsport. Die nimmermüden Athleten rund um den Waldviertler Herbert Lackner – allesamt längst im Pensionsalter oder zumindest nahe daran – haben bereits zweimal in unterschiedlicher Zusammensetzung das Race Across America in ihrer Altersklasse gewonnen. Beim erstmaligen Antreten in Frankreich waren mit dem 84-Jährigen aus Bärnkopf diesmal Roswitha Hense-Simenko (63) aus der Steiermark und der Wiener Alfred Lechnitz (73) am Start.

Herausforderung für Mensch und Maschine
„Was für Skifahrer die Streif, ist für Radrennfahrer die Strecke Paris-Roubaix“, beschreibt Lackner den „unbarmherzigen Härtetest“. Über rund 250 Kilometer führt die Route von den Vororten der französischen Hauptstadt ins berühmte Velodrom von Roubaix. Was dieses Rennen so besonders macht: Kopfsteinpflaster in mehreren Sektoren mit einer Gesamtlänge von 55 Kilometern. Lackner und seine Mitstreiter wissen: „Hier zählen nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Geschick, Taktik und Erfahrung.“ Denn auf den Kopfstein-Abschnitten machen die permanenten Erschütterungen jede Pedalumdrehung zur Herausforderung: „Hier haben selbst die besten Profis mit Platten und Stürzen zu kämpfen.“

Herbert Lackner absolvierte auch schon zweimal erfolgreich das Race Acorss America
Herbert Lackner absolvierte auch schon zweimal erfolgreich das Race Acorss America(Bild: Team Crataegutt Seniors)

Ankommen war das Ziel
Doch genau das macht den Reiz dieses Rennens aus, sind sich die drei Crataegutt-Seniors einig: „Die 200.000 begeisterten Zuschauer entlang der Strecke und im brechend vollen Velodrom sorgen für ein einzigartiges Flair“, schildert Lackner. Mit Hense-Simenko und Lechnitz stellte sich der Waldviertler Radsportveteran der „Hölle des Nordens“ mit Respekt – und auf einer verkürzten Strecke mit rund 6000 anderen Teilnehmern einen Tag vor den Profis. Ihre Devise: „Ankommen ist das Ziel!“ Und das haben sie erreicht.

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