„Wenn man schweigt, ist es auch nicht das Beste“, sagt Lukas Johannes Aigner. Er engagiert sich seit dem Kriegsbeginn im Februar 2022 für die Ukraine. Vor wenigen Tagen wurden die Schaufenster seiner Galerie in Linz mit Parolen beschmiert. Nun reagiert er darauf: „Nicht mit Hass, sondern mit einer öffentlichen Malaktion.“ Ein Lokalaugenschein.
Vor einigen Tagen besprayten Vandalen die Fenster der Galerie des bekannten Linzer Malers Lukas Johannes Aigner mit Parolen, eigentlich mehr ein Gestammel. Man merkt aber: Der Vandalismus richtet sich gegen das Ukraine-Engagement des Künstlers. Dieser hatte bereits 2022 gemeinsam mit Oksana Kuzo den Verein „Point of Ukraine“ gegründet, der sich für Integration geflüchteter Menschen aus der Ukraine einsetzt.
Nun dieser Vandalenakt: „Ich gelte ja auch als Maler für den Frieden – ich glaube, es war schon gezielt gegen mich gerichtet“, sagt Aigner, „aber ich weiß nicht, wer das war oder aus welcher Ecke es kommt.“
Mit Zeichnungen gegen den Hass
Er lässt sich auch nicht provozieren und bricht das Schweigen darüber: „Ich versuche, das Negative in etwas Positives zu verändern und reagiere darauf mit einer Kunstaktion.“ Er lud am Sonntag dazu ein, „mit Zeichnungen ein Statement gegen Vandalismus und Extremismus zu setzen.“
Kunstaktion geht noch weiter
Kleine und große Künstler machten mit. Ein kleines Mädchen schrieb: „Man braucht keinen Mut, um als Mächtiger Verbrechen zu machen. Um anderen zu helfen schon.“
Immer mehr Zeichnungen, die hinter das Glas geklebt werden, lassen immer mehr von den Parolen verschwinden: „Die Kunstaktion ist noch nicht zu Ende, wer noch mitmachen möchte, kann sich gerne melden.“
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