Diese Serie will nicht zu Ende gehen! Die Eishockey-Cracks der Graz99ers vergaben in einer bummvollen Liebenauer Eishalle auch den zweiten Matchpuck im Viertelfinale gegen Linz, die Black Wings siegten 4:3, natürlich nach Verlängerung! Sonntag fällt somit erst die Entscheidung in dieser europäischen Rekordserie!
Drückend volle Straßenbahnen in Richtung Liebenau waren in Graz am Freitag die ersten Vorboten auf das Spektakel in der Grazer Eishalle. Die mit 4126 Eishockey-Fans aus allen Nähten platzte. Einige enttäuschte Anhänger mussten wieder von dannen ziehen, für sie gab es keine Karte mehr für das sechste Viertelfinal-Spiel gegen die Black Wings aus Linz.
Schon beim Aufwärmen der Cracks am Eis stimmten sich die Fans beider Klubs auf den Tribünen gesanglich auf den Kracher ein. Für die berühmte Schnitzelsemmel und das Stadion-Bier musste man eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen
Der Funke auf den Rängen sprang auf die Cracks am Eis über. Linz-Goalie Tirronen musste anfangs mehrmals in höchster Not Feuerwehrmann spielen. Zaubertor war zu wenigDoch die Hände zum Jubeln hatten aus dem Nichts die Linzer oben: Scheid traf im Nachsetzen zur Führung. „Wir wissen, dass sie gefährlich sein können“, meinte Lukas Haudum nach Drittel eins. Seine Mitspieler machten hinten dicht. Und vorne klopfte erst Harper an der Stange an. Ehe Vela mit Gewaltschuss zum 1:1 traf.
Im Schlussdrittel wurde dann gezaubert: Sam Antonitsch bekam den Puck und im Fallen beförderte er ihn im Fallen ins lange Kreuzeck zur Führung der 99ers! Doch nur 27 Sekunden später glich Roe aus. Nach 52 Minuten flog im „Bunker“ fast das Dach weg – Vela sorgte mit seinem Doppelpack für die erneute Führung. Da hielt es keinen mehr am Sitz. Der neuerliche Ausgleich durch St-Amant hielt aber auch dem Videobeweis stand. So ging es zum fünften Mal in Folge in die Verlängerung. Das gab es in Europa noch nie!
In dieser rutschte 99ers-Goalie Gunnarsson ein Schuss durch – und das 4:3 der Linzer war besiegelt. „Zwei Führungen im letzten Drittel musst du heimspielen“, wusste 99er Sam Antonitsch. Damit geht es Sonntag in Linz um alles!
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