25.07.2013 11:55 |

PRISM-Skandal

US-Überwachung empört zwei Drittel der Österreicher

Zwei Drittel der Österreicher halten die systematische Überwachung des Internets durch US-Geheimdienste für überzogen. Ihre Internetnutzung deswegen ändern werden an die drei Viertel jedoch nicht. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Online-Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes market von 505 Personen, die repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren sind.

Zwar waren 59 Prozent der Befragten der Ansicht, dass sich Demokratie und ein gewisses Maß an Überwachung schon vertragen. Aber für 62 Prozent ist das Vorgehen der US-Geheimdienste kein legitimes Mittel gegen Terror und Verbrechen. Lediglich 38 Prozent befürworten es.

Für 72 Prozent ist die Affäre jedoch kein Grund, ihr Internetnutzungsverhalten zu verändern. 54 Prozent der Befragten wollen als Reaktion der europäischen Politik auf die diversen Überwachungen, dass genauer darauf geachtet werden sollte, die Grundrechte nicht zu verletzen.

52 Prozent meinen, Europa könne froh sein, dass diese Überwachungen aufgedeckt wurden, und sich die Politik jetzt über ein neues EU-Datenschutzpaket Gedanken machen sollte. 35 Prozent verlangen, dass Europa die USA zur Rede stellen sollte. Weitere 33 Prozent fordern, die Datenlieferungen an die US-Amerikaner zu stoppen.

Zehn Prozent ziehen als Konsequenz gar den Abbruch der freundschaftlichen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten in Erwägung.

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