Nach der Aufregung um die Schließung des Waldkindergartens in Maria Saal ergab eine Gesprächsrunde mehrere Möglichkeiten, um den Kindergarten eventuell doch noch zu retten.
Viele Hausaufgaben seien noch zu erledigen, aber die Hoffnung stirbt zu letzt! Der beliebte Waldkindergarten in Maria Saal steht ja – wie berichtet – aufgrund des neuen Kinderbildungs- und -Betreuungsgesetzes (KBBG) finanziell mit dem Rücken zur Wand, weil Eltern nicht mehr als 109 Euro an Zusatzleistungen zahlen dürfen. Mit dem Umstieg ins KBBG erhält die Einrichtung zwar ein Drittel mehr an Landesförderung, dafür fallen aber Mittel seitens der Gemeinde und eben der Eltern weg.
„Konstruktiver Termin“
Die Eltern wollen das nicht akzeptieren und kämpften um den Erhalt des privaten Kindergartens, erst kürzlich bei einem Termin mit Bildungsreferent Daniel Fellner: „Es war ein konstruktives Gespräch“, sind sich Landesrat und Elternsprecher Christian Pogatschnig einig.
Es wurden mehrere Möglichkeiten besprochen, die die Schließung des Waldkindergartens verhindern könnten: „Die Gemeinde wird Zahlen liefern, wie hoch in den kommenden Jahren der Bedarf an Kindergartenplätzen ist“, erklärt Fellner. Sollten trotz Kindergarten-Ausbau um 2,5 Millionen Euro Plätze benötigt werden, könnte die Gemeinde die finanzielle Unterstützung als Pflichtausgabe und nicht als freiwillige Leistung abrechnen – denn das würde in den gesetzlichen Auftrag fallen: „Auch eine Fusion mit anderen kleineren Betreuungseinrichtungen wäre denkbar“, so Fellner.
Höchstgrenzen anheben?
Inzwischen brüten auch Arbeitsgruppen von Experten an Verbesserungen: „Eltern dürfen natürlich für Essen, Bastelutensilien und zusätzliches Personal zahlen – die Höchstgrenzen dafür stehen aber in der Zusatzleistungsverordnung. Wir werden sehen, ob diese Grenzen angehoben werden sollten oder nicht“, meint Fellner und will die Expertenmeinungen abwarten.
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