In den Nachmittagsstunden war es laut Polizei in einem Einfamilienhaus in Kirchbichl, das von der betagten Frau und ihrem Sohn bewohnt wird, zu dem blutigen Familienstreit gekommen. In dessen Verlauf dürfte sich der Sohn ein Küchenmesser geschnappt und damit mehrere Male auf die Mutter eingestochen haben.
"Mehrere Stiche im Bereich des Kopfes"
Nach dieser Wahnsinnstat wählte er den Notruf und sagte: "Ich habe vermutlich meine Mutter umgebracht." Er nannte seinen Namen und die Adresse. Walter Pupp, Chef des Landeskriminalamtes Tirol, leitet die schwierigen Ermittlungen. Pupp zur "Krone": "Der Sohn hat der Mutter vermutlich mehrere Stiche im Bereich des Kopfes versetzt. Die Frau wurde dadurch sehr schwer verletzt, sie musste mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Innsbruck geflogen werden. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte ist die Verletzung nicht lebensbedrohlich."
"Wiederkehrender Streit" als Grund für Bluttat
Bei seiner Einvernahme habe der Verdächtige einen "wiederkehrenden Streit" als Grund für die Bluttat angegeben, erklärte Pupp. Es seien jedoch noch viele Fragen offen.
"Fest steht, dass der Sohn längere Zeit in psychiatrischer Behandlung gewesen ist. Es ist nicht auszuschließen, dass die Tat auch damit in Zusammenhang steht. Sicher ist, dass keine weiteren Personen an der Tat beteiligt waren", so der Chef des Landeskriminalamtes. Der Verdächtige bleibt bis zur Entscheidung des Staatsanwaltes in Polizeigewahrsam.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.