Zwischen Lettland und Schweden ist am Sonntagmorgen ein Glasfaserkabel beschädigt worden. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es höchstwahrscheinlich äußere Schäden gibt und dass diese erheblich sind“, sagte die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina. Der Vorgang werde aufgeklärt, versprach sie.
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson kündigte ebenfalls an, dass sein Land eng mit Lettlands Behörden und der NATO zusammenarbeiten werde. Das Kabel, das Sonntagfrüh beschädigt wurde, verband die lettische Hafenstadt Ventspils mit der schwedischen Insel Gotland. Beschädigt wurde es in der Wirtschaftszone Schwedens.
Die lettische Marine entsandte eine Patrouille, die ein Schiff inspizieren soll, das den Schaden möglicherweise verursacht hat. Zwei weitere Schiffe in dem Gebiet seien ebenfalls Gegenstand von Untersuchungen, hieß es.
Vermutlich wieder absichtlich
Wie berichtet, verstärkte das Verteidigungsbündnis NATO Ende Dezember seine Präsenz in der Ostsee, nachdem ein Schiff ein Stromkabel und vier Kommunikationskabel zwischen Estland und Finnland beschädigt hatte. 2023 und 2024 beschädigten Schiffe auf der Fahrt von oder nach Russland eine Gaspipeline und Unterseekabel in der Ostsee. Westliche Behörden gehen davon aus, dass es sich um absichtliche Sabotage handeln könnte.
Hier sehen Sie Bilder vom NATO-Einsatz.
Mitte Jänner wurde vereinbart, dass zusätzliche Mittel „auf See, in der Luft, an Land und unter der Meeresoberfläche“ eingesetzt werden sollen, um den Schutz zu verstärken. Zudem sollen die Rechenschaftspflichten für Schiffe erhöht werden, die für die Beschädigungen verantwortlich sind. Diese sollen z.B. Entschädigung leisten müssten. Hinter den bisherigen Kabelbeschädigungen werden Schiffe aus Russland und China vermutet.
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