10.06.2013 08:14 |

Test für Confed Cup

WM-Gastgeber Brasilien besiegt Frankreich mit 3:0

Brasilien atmet auf: Die "Selecao" besiegte am Sonntag in Porto Alegre Frankreich mit 3:0 und bewies, dass sie auch gegen große Gegner gewinnen kann. Das war Balsam für Brasiliens Fußball-Seele, denn der WM- und Confed-Cup-Gastgeber war immer stärker in den Ruf geraten, Top-Teams nicht bezwingen zu können.

Immerhin lag der letzte Sieg der Südamerikaner gegen einen Ex-Weltmeister fast vier Jahre zurück. Zuletzt bezwang Brasilien im November 2009 England mit 1:0. "Wir gehen hier mit sehr viel mehr Vertrauen raus", sagte daher Nationalcoach Luiz Felipe Scolari, der sein Amt im November 2012 angetreten hatte. In sieben Partien unter Scolari war es erst der zweite Sieg nach einem 4:0 gegen Bolivien.

Es war Brasiliens letztes Testspiel vor dem Confederations Cup, den die "Selecao" am Samstag in Brasilia mit dem Spiel gegen Japan eröffnet. Schwach in der ersten Halbzeit, konnten die Brasilianer nach der Pause deutlich zulegen. Oscar schoss das Scolari-Team in der 54. Minute in Führung, in der Schlussphase legten Hernanes (85.) und Lucas Moura per Elfmeter (92.) nach.

"Trotz der Treffer: Es war keine Gala-Leistung Brasiliens", dämpfte die Sportzeitschrift "Lance!" vorschnelle Euphorie. Das Sportportal globoesporte.com brachte es aber auf den Punkt: "Ein Freundschaftsspiel hat zwar nicht annähernd das Gewicht einer Meisterschaftspartie. Aber in bestimmten Fällen kann ein solches Spiel Tonnen von den Schultern eines Teams nehmen."

Benzema von eigener Leistung schockiert
Frankreich-Stürmer Benzema war nach der Partie nahezu geschockt. "Ehrlich gesagt, das war ein schreckliches Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir nichts geschafft. Ich weiß nicht, ob wir es verdienen, aber ein 3:0 ist sehr hart", sagte Benzema.

Teamchef Didier Deschamps gestand: "Die Realität ist, dass uns Brasilien überlegen ist. Wir haben noch einen Weg zu gehen", erklärte der Teamchef, erinnerte aber auch an seine aktive Zeit. 1992, bei der bis Sonntag letzten Niederlage gegen Brasilien (0:2), stand Deschamps als Spieler auf dem Feld. "Ich habe mir gedacht: Was sind das für Spieler, sie kommen von einem anderen Planeten. Aber sechs Jahre später haben wir den Spieß umgedreht", meinte er in Anspielung auf das WM-Finale 1998 in Paris, das Frankreich gegen Brasilien mit 3:0 gewonnen hat.

Fast staatsmännisch gab sich der Brasilianer Daniel Alves. "Wir arbeiten mit Demut und Hingabe und vertrauen auf die Arbeit des Trainers. Wir fangen an, die Früchte zu ernten", sagte der 30-Jährige. Das Ziel für den Confed Cup ist auch für ihn klar. "Wir wissen, dass die "Selecao" von Siegen lebt. Wieviel man auch arbeitet, wenn man nicht gewinnt, nützt es nichts."

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