Neue Aufregung um Imane Khelif, die „männliche Boxerin“, die im vergangenen Sommer nach und trotz heftigen Anfeindungen Gold bei den Olympischen Spielen in Paris geholt hatte: Bei der traditionsreichen Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ der Nachrichtenagentur AP ist die Algerierin nun auf Platz 3 gelandet – was in den Sozialen Medien einen Rattenschwanz an Häme, Kritik und Wut nach sich gezogen hat …
Rückblick: Um Khelif und die Taiwanesin Lin Yu-Ting hatte es in den Wochen und Monaten vor den Paris-Spielen heftige Kontroversen wegen des Startrechts gegeben. Beide Boxerinnen waren bei der WM im Vorjahr nach Tests, zu denen der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nicht mehr anerkannte Weltverband IBA keine näheren Angaben macht, ausgeschlossen worden.
IOC begnügt sich mit im Pass angegebenen Geschlecht
Beide hätten laut IBA die erforderlichen Teilnahmekriterien nicht erfüllt und „im Vergleich zu anderen weiblichen Teilnehmern Wettbewerbsvorteile“ gehabt. Konkret geht es darum, dass sie das Y-Chromosom aufweisen soll, also biologisch als Mann etikettiert worden sei. Für das IOC war aber nie ein Thema, da man sich für die Zulassung zu Olympia mit dem im Pass angegebenen Geschlecht begnügt – und demnach hatte Khelif als Frau zu gelten.
Viele harsche (Hass-)Kommentare zu Khelif.
Dass das Thema mit dieser Festlegung des IOC nicht erledigt ist, konnte bereits bei den Olympischen Spielen festgestellt werden – und nach der AP-Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ muss das erneut konzediert werden. Abgesehen davon, dass auch Platz 1 für die US-Basketballerin Caitlin Clark (die Wahl ist US-lastig) kritisiert wird, gibt es viele harsche (Hass-)Kommentare zu Khelif.
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