Trotz aller Warnungen will es Lindsey Vonn noch einmal wissen und kehrt in den Ski-Weltcup zurück. „Ich glaube, dass Lindsey im normalen Leben, wo sie nicht immer im Mittelpunkt steht und sich nicht alles um sie dreht, nicht klarkommt. Darum tut sie mir leid“, schüttelt die ehemalige Schweizer Skirennfahrerin Sonja Nef mit dem Kopf.
Lindsey Vonn ist in das US-Skiteam zurückgekehrt. Damit scheint auch ein Comeback auf den Rennpisten möglich. Die US-Amerikanerin, die in ihrer Karriere 82 Weltcuprennen gewonnen hat und 2019 zurückgetreten ist, bekam erst heuer im April ein künstliches Kniegelenk.
Die vierfache Gesamtweltcupsiegerin steht seit einiger Zeit wieder auf Skiern und im Training. Ihr jüngstes Instagram-Posting zeigt sie bei Übungseinheiten mit ihren Teamkolleginnen.
Dass Vonn mit 40 Jahren ein waghalsiges Comeback wagt, kann Ex-Athletin Sonja Nef nicht nachvollziehen. „Ein Sturz könnte verheerend sein, denn Lindsey hat ein Knie aus Metall. Punkt. Kein Chirurg dieser Welt würde sagen, dass das, was Lindsey tut, intelligent ist“, betont die Schweizerin im Gespräch mit dem „Blick“.
„Für mich macht sie damit viel von ihrem Image kaputt“
Vonn sei eine „eine Grande Dame des Sports, ich will ihre Erfolge in keiner Weise schmälern. Im Gegenteil. Aber für mich kann sie mit ihrem Comeback nur verlieren“, so Nef. „Ich dachte: So bescheuert kann sie nicht sein. Aber sie ist es offensichtlich – leider. Für mich macht Lindsey damit viel von ihrem Image kaputt.“
Auch Abfahrtweltmeister Bruno Kernen hat seine Zweifel: „Nach fünf Jahren ohne Rennen muss Lindsey, damit sie halbwegs vorne dabei sein kann, einiges riskieren. Und wenn man sich am Limit bewegt, kann man auch drübergehen.“
Reaktion von Vonn
Doch Vonn hat offenbar noch was vor – und reagiert via soziale Medien auf die Warnungen von Nef und Kernen. „Nette Worte, Sonja und Bruno“, lautet ihr ironischer Kommentar. Nachsatz: „Ich werde sie nicht vergessen.“
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