Was für eine Galavorstellung von Nicolas Kühn! Mit einem Doppelpack drehte der Ex-Rapidler, der inzwischen für Celtic Glasgow auf Torejagd geht, beinahe Alleingang am Dienstagabend die Champions-League-Partie gegen RB Leipzig. Nach dem 3:1-Sieg der Schotten wird der Flügelspieler mit Lob überhäuft.
„Der Deutsche war in dieser Saison bisher überragend. Was für ein Tor zum Ausgleich für die Gastgeber. Ob es nun eine Flanke oder ein Schuss war, der 24-Jährige lenkte den Ball vom Pfosten ins lange Eck und leitete so die Wende für Celtic ein“, schwärmt der schottische „Herald“. Mit einem Doppelpack drehte Kühn die Partie nach Christoph Baumgartners Treffer. Für den 3:1-Endstand sorgte schließlich Reo Hatate nach einem Fehler von Leipzig-Goalie Peter Gulacsi.
Ausgerechnet Kühn, der in der Leipziger Jugend gekickt hatte, brachte die Bullen zur Verzweiflung. „Red Bulls neu installierter Head of Global Soccer Jürgen Klopp dürfte in den nächsten Tagen nach der schallenden Niederlage in Parkhead ein paar schwierige Fragen stellen, warum Nicolas Kühn RB Leipzig einfach so verlassen durfte“, meint zumindest der „Herald“.
Und auch die „Daily Mail“ staunt über die Leistung von Kühn: „Ein ehemaliger Leipzig-Jugendspieler, wie ärgerlich es für die Deutschen gewesen sein muss, ihn mit einem Benzinkanister und Streichhölzern zu sehen, als um sie herum ihr Haus abbrannte.“
In 16 Pflichtspielen in der laufenden Saison hält Kühn bei neun Toren und zehn Assists. Kein Wunder, dass – zumindest laut Sky – zahlreiche Topklubs der Premier League bereits ein Auge auf Kühn werfen.
„Riesiges Potenzial“
Kühn war im Jänner nach eineinhalb Jahren bei Rapid zu Celtic gewechselt. „Ich hoffe, dass er sein zweifelsohne riesiges Potenzial in Schottland noch besser zur Geltung bringen kann“, meinte Sportchef Markus Katzer damals. Tatsächlich staubte Kühn – nicht auf Anhieb Stammspieler – mit den Grün-Weißen aus Glasgow gleich einmal das Double ab. Und für Rapid gab‘s kolportierte 3,5 Millionen Euro Ablöse.
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