09.04.2013 16:36 |

Im "Krone"-Talk

Lothar Matthäus: "Arnautovic ist jede Mühe wert"

Die Stargäste von Puls 4 bei den Champions-League-Abenden haben ihre speziellen Hotelwünsche: Bei Otto Rehhagel war es das Sacher, bei Lothar Matthäus ist es das Le Meridien. Dort logierte er auch während der EURO 2008. Bei Österreichs Team sieht er jetzt mehr Potenzial als damals: "Mehr Routine, mehr Legionäre. Vor allem in Deutschland. Das ist derzeit die Liga in Europa, in der sich Spieler am besten entwickeln." Gegenüber der "Krone" bricht "Loddar" auch eine Lanze für Marko Arnautovic: "Er ist jede Mühe wert, die man sich macht."

Wie wichtig Legionäre sind, sah er ja in seiner Zeit als Teamchef in Ungarn und Bulgarien: "Bei Ungarn spielen jetzt sieben, die ich reingeholt habe. Mir passiert leider zu oft, dass andere ernten, was ich gesät habe." Die Ungarn sind derzeit in ihrer Gruppe Zweiter hinter Holland. So wie Österreich hinter Deutschland.

Als Sky-Experte sieht Matthäus Österreichs Legionäre wöchentlich in der Bundesliga. Am meisten interessierte er sich noch immer für Andi Ivanschitz, den er als 17-Jährigen bei Rapid kennenlernte: "Er spielt eine sehr gute Saison, ist körperlich topfit. Für mich unverständlich, dass Mainz ihm keinen neuen Vertrag gab." Mit Marcel Koller liegt Matthäus in Sachen David Alaba ("Ich bin sicher, er wird bei Bayern künftig auch im Mittelfeld eine ähnlich dominante Rolle spielen wie früher Andi Herzog, als der Bremen zum Meistertitel führte") und des seit den letzten zwei Spielen wieder umstrittenen Marko Arnautovic auf einer Linie.

"Auf Arnautovic darf man nicht verzichten"
Arnautovic sieht er als "Qualitätsspieler", auf den man nicht verzichten dürfe. "Selbst wenn er schwer zu behandeln ist. Solche hab ich als Trainer gerne." Arnautovic sei bei Bremen, wo ihm Zlatko Junuzovic sehr positiv auffällt ("Ein Laufwunder, das sich weiter steigern wird"), aktuell auch Opfer der Umstellung auf mehr Defensive: "Aber so einer ist jede Mühe wert, die man sich macht. Er erinnert mich an den jungen Roman Wallner bei Rapid."

Matthäus ließ den Kontakt zu Wallner, den er als 19-Jährigen kennenlernte, nie abreißen. Wollte ihn später nach Salzburg holen: "Er fühlte sich in Wien bei der Austria nicht wohl. Wir kamen rasch klar." Aber es scheiterte am Nein von Red Bull wegen Wallners früherer Eskapaden: "Zwei Jahre später haben sie ihn gekauft. Das ist Salzburg."

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