Eine harte Nummer! Die Fivers gastieren im European Cup am Samstag bei Vorjahresfinalist Olympiakos Piräus, peilen im Hinspiel der zweiten Runde ein achtbares Ergebnis an. „Machen wir ein geiles Match“, fordert Trainer Peter Eckl, dem Kapitän Martinovic erkrankt fehlt. Die „Krone“ ist live dabei.
„Welcome to Greece!“, heißt es auf einem Transparent in der Holzparkett-Halle in Chalkida, eine Küstenstadt gut eine Busstunde von Athen entfernt. Dort prallen die Fivers am Samstag (17, MEZ) im Zweitrunden-Hinspiel des Handball-European-Cups auf Olympiakos Piräus. Der hiesige, bald 100-jährige Traditionsklub ist von vielen Sportarten bekannt, vor allem vom Fußball. Einer, der sowohl bei den Fivers als auch in Griechenland spielte und daher bestens Einblick hat: Thomas Bauer. Österreichs Ex-Teamkeeper, der mit den Rot-Weißen aus Piräus 2022 Meister wurde, erzählt der „Krone“: „Olympiakos hat aktuell keine richtige sportliche Heimat, spielt teils in Chalkida, wo auch das griechische Nationalteam ist. Aber es kann auch dort fetzig werden. Mitunter kommt das Fußballpublikum, das mit Gesängen für richtig laute Stimmung sorgt.“
Der 38-jährige Bauer war davor bei AEK Athen, holte dort samt EHF-Cup sogar das Triple. Danach mit Olympiakos gegen den Ex-Klub aus der griechischen Hauptstadt zu spielen, war für ihn besonders brisant. „Da gab‘s auf Social Media Drohungen, dass meine Frau nicht in die Stadt kommen soll. Es kann sehr aufgeladen werden. National dürfen wie im Fußball keine Gäste-Fans in die Hallen. Für mich war es aber trotzdem eine coole Zeit.“
Wie schätzt Bauer, der mitterweile bei Bad Vöslau das Tor hütet und Familienvater ist, die Ausgangslage ein? „Es ist für beide Klubs ein Traumlos. Die Fivers sind in einem südlichen Land zu Gast, Olympiakos kann in die schöne Stadt Wien kommen. Die Griechen sind Favorit, haben eine super zusammengestellte Mannschaft mit heimischen Teamspielern und Legionären, die teils schon in der deutschen Bundesliga waren.“ Ziel des Hellas-Meisters sei es, den European Cup zu gewinnen.
Vorige Saison war man im Finale gegen Valur (Island) knapp dran. Auswärts unterlag man mit 30:26, daheim stand‘s nach regulärer Spielzeit 31:27, ehe im Penaltywerfen der Titel mit 5:4 flöten ging. Bauer hofft auf eine starke Rolle der Fivers. „Es braucht eine gute Torhüter-Leistung und Olympiakos einen schlechteren Tag. Ich wünsche mir, dass für die Jungs aus der Hollgasse im Heimspiel, zu dem ich kommen möchte, noch einiges möglich ist.“
Eine gute Ausgangslage zu schaffen, das wäre für die Fivers – „Klubseele“ und Nachwuchschefin Sandra Zapletal ist Delegationsleiterin – ein weiteres internationales Ausrufezeichen. Cheftrainer Peter Eckl fehlen Kapitän Marin Martinovic („Vize“ Fabio Schuh übernimmt) und Philipp Gangel erkrankt, ist aber dennoch guter Dinge. „Wir müssen bereit sein“, forderte er beim Abschlusstraining. „Olympiakos ist physisch stark, spielt einen attraktiven Handball. Auch wenn wir als Außenseiter in dieses Duell gehen, wollen wir voll dagegen halten. Nutzen wir diese Gelegenheit, um in dieser Halle ein geiles Spiel zu machen.“
Richtig stark im ersten Zweitrunden-Duell war West Wien. Die grüne Boygroup, die zuletzt mit dem 30:28 gegen Meister Linz den ersten HLA-Sieg seit dem Wiederaufstieg feierte, gewann Freitag Abend bei Vestmanna IF auf den Färöer Inseln mit 29:22 (13:13). Die Topscorer Clemens Möstl, Jonas Kofler (je 4) und Co. können bereits am Samstag (18, MEZ) im Rückspiel am selben Ort den Aufstieg in die dritte Runde perfekt machen.
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