Bei der Tischtennis-EM sind die Spielerinnen und Spieler im Dauereinsatz. Der Schwedin Christina Källberg, bei der sogar Tränen flossen, wurde der dichte Spielplan in Linz zu viel.
Am Donnerstag absolvierte Källberg nicht nur zwei Spiele knapp hintereinander, insgesamt bestritt sie sogar vier Matches in fünf Stunden (zwei im Mixed, eines im Doppel und eines im Einzel). Nach ihrer Niederlage mit Kristian Karlsson im Mixed-Viertelfinale musste Källberg nur kurze Zeit später gegen die Portugiesin Ines Matos ran. Gerade noch reichte es zu einem 4:3-Erfolg.
„Ich bin fast weinend in dieses Spiel gegangen“, sagt sie dem schwedischen Sender „SVT“. Gegenüber „Radiosporten“ übt Källberg harte Kritik am dichten Spielplan: „Es ist schrecklich, es blieb kaum Zeit zum Mittagessen.“ Die 24-Jährige war nach ihrem Programm völlig ausgepowert, warf ihr Handtuch über ihren Kopf und weinte.
„Es ist hart, aber so ist Tischtennis“
Der kroatische Turnierdirektor Alen Ivancin wehrt sich. Der Grund für den engen Zeitplan sei, dass die EM in sechs und nicht wie zuletzt in München in acht Tagen entschieden wird. „Ich habe versucht, den Zeitplan so zu gestalten, dass die Spieler, die Mixed-Doppel spielen, zumindest das nächste Spiel später am Abend spielen können. Aber das war dieses Mal nicht möglich. Drei Spieler mussten unmittelbar nach ihrem gemischten Doppel spielen“, schildert Ivancin.
Er entschied sich für die jüngsten Spielerinnen – und somit auch für Källberg. „Es ist hart, aber so ist Tischtennis“, so der Turnierboss.
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