Di, 16. Oktober 2018

Tödlicher Crash

19.09.2005 16:24

Peugeot überlegt Rally-Ausstieg

Die zur WM zählende Rallye Wales ist am Schlusstag von einem tödlichen Unfall überschattet worden. Die Rallye -Familie trauert um den britischen Co-Piloten Michael Park (39), der bei einem Unfall im Auto von Markko Märtin ums Leben kam. Der Este, der selbst unverletzt blieb, war mit dem Peugeot 307 WRC auf der 15. und drittletzten Sonderprüfung mit der Beifahrerseite gegen einen Baum geprallt. Peugeot überlegt vorzeitig aus der WM auszusteigen.

Park, der seit elf Jahren als Beifahrer im Rallyesport engagiert war und seit 2000 gemeinsam mit Märtin in diversen Teams gefahren war, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Der zwölfte WM-Lauf wurde abgebrochen, die Siegesfeier abgesagt.

Märtin lag zum Zeitpunkt des Unfalls an sechster Stelle. "Er ist kurz nach dem Start mit voller Geschwindigkeit von der Strecke abgekommen. Das Auto hat einen Baum touchiert, der sich ins Wageninnere gebohrt hat. Michael dürfte auf der Stelle tot gewesen sein", erklärte Jean-Piere Nicolas, der Direktor von Peugeot Sport.

Loeb verzichtet auf Sieg
Peugeot hat als Zeichen der Trauer den zweiten Wagen mit dem Finnen Marcus Grönholm aus dem Rennen genommen. Weil der aktuelle WM- Zweite und Dritte von Wales damit punktelos blieb, hätte der Franzose Sebastien Loeb als Sieger seinen zweiten WM-Titel vorzeitig sicher gehabt. Doch der Citroen-Pilot wollte unter diesen Umständen nicht Champion werden.

Loeb passierte daher die Zeitkontrolle in Swansea zwei Minuten vor der festgesetzten Zeit und erhielt dafür zwei Strafminuten. Damit belegte er in der Wertung, die für alle völlig unwichtig war, den dritten Rang hinter Petter Solberg (NOR/Subaru) und Francois Duval (FRA/Citroen) und steht noch nicht als Weltmeister fest.

Peugeot überdenkt nach Tod von Park WM-Ausstieg
Das Rallye-Werksteam Peugeot, dessen Ausstieg aus der WM mit Jahresende bereits lange feststeht, überlegt nach dem tragischen Tod des Copiloten Michael Park einen sofortigen Rückzug. Beim französischen Automobilkonzern sitzt der Schock nach dem Tod des 39-jährigen Engländers, der an der Seite des estnischen Piloten Markko Märtin saß, tief.

"Wir überdenken den Rest der Saison. Die Meisterschaft ist nichts im Vergleich zu dem, was passiert ist", sagte der schwer betroffene Jean-Pierre Nicolas, Direktor von Peugeot Sport, gegenüber Eurosport. Vier WM-Läufe in Japan, Korsika, Katalonien und Australien sind noch ausständig.

Stohl kann sich über WM-Punkt nicht freuen
Auch im OMV-Rallye-Team trauerte man um den beliebten Michael Park. Über den achten Platz von Manfred Stohl und einen WM-Punkt konnte keine Freude aufkommen.

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