Nach den Ausschreitungen beim gestrigen Wiener Derby wird einmal mehr die Forderung nach härteren Maßnahmen gegen randalierende Fußballfans laut. Die traurige Bilanz des 343. Derbys: Pyrotechnik, Fans beider Vereine, die den Rasen stürmen und insgesamt dreizehn Verletzte, darunter zehn Polizisten. Was muss geschehen, um der Lage in den Wiener Stadien endlich wieder Herr zu werden?
Rauch, minutenlanges Explodieren von Pyrotechnik, Menschen, die blutüberströmt vom Spielfeld getragen werden: In Österreichs Fußballstadien häufen sich Szenen, die mehr einem Kriegsschauplatz als einem Fußballmatch gleichen. Nachdem es beim vorangegangenen Wiener Derby bereits zu Ausschreitungen gekommen war, erreichten die Gewalt am vergangenen Sonntag einen neuen Höhepunkt.
Doch wie können ähnliche Szenen in Zukunft unterbunden werden? Eine mögliche Lösung zeigt ein Blick in die englische Hooligan-Szene der Achtziger Jahre. Nach einem mehrjährigen Ausschluss von allen internationalen Bewerben für englische Mannschaften griff die damalige Tory-Regierung konsequent ein: Lückenlose Videoüberwachung, strenge Einlasskontrollen und konsequente (in den härtesten Fällen lebenslange) Stadionverbote für Hooligans.
Wie sieht der englische Klubfußball heute aus? Ausschreitungen findet man heutzutage kaum, ebenso wie Pyrotechnik. Fans sitzen, je nach Stadion, nur wenige Meter vom Spielfeld entfernt, ohne Zäune oder größere Absperrungen. Zustände, die bei der momentanen Fankultur der österreichischen Bundesliga undenkbar wären. Brauchen wir englische Maßnahmen, um die zunehmende Gewalt in unseren Fußballstadien effektiv zu bekämpfen?
Welche Maßnahmen müssen Ihrer Meinung nach von der österreichischen Bundesliga gesetzt werden, um die Lage in den Griff zu bekommen? Wie kann man die neutralen Zuseher besser vor möglichen Ausschreitungen durch Hooligans schützen? Wir freuen uns auf Ihre Lösungsvorschläge in den Kommentaren!
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