„Aufgeben tut man höchstens nur Briefe“, dürften sich die Feuerwehrmitglieder gedacht haben, die unweit eines stark belasteten Dammes beim Thayafluss in Niederösterreich auch noch das Wohngebäude der Familie Priemayr vor den Wassermassen schützten. Ihr Einsatz machte sich bezahlt – bevor es keine Hoffnung mehr gab, ging der Wasserdruck zurück.
Fast aussichtslos schien der Kampf gegen die Wassermassen der Familie Priemayr in Schwarzenau im Bezirk Zwettl zu sein. „Zwischenzeitig hat es sehr schlecht ausgesehen, aber die Feuerwehren haben uns nicht im Stich gelassen und haben weitergekämpft“, blickt Monika Priemayr überaus dankbar auf die bangen Stunden zurück.
Hof soff damals ab
Damals beim Hochwasser 2002 hieß es dort „Hof unter“, man wurde komplett überflutet. Seither ist man vorbereitet: Sandsäcke, Planen und Abplankungen des Hoftores sowie Tauchpumpe stehen bereit, auch Wasserrückstauklappen wurden seither eingebaut. Auch das alles reichte dieses Mal nicht aus und die Feuerwehren kämpften nicht nur um den Gebäudeschutz, sondern auch gegen den Bruch des Dammes beim nahen Thayafluss. „Wenn der gebrochen wäre, dann wäre alles aus gewesen“, betont die 61-Jährige.
„Du bist einfach nur machtlos!“
Auf die Frage, wie es ihr in diesen nervenaufreibenden Stunden mit den Erfahrungen der Vergangenheit ging, ist die ansonst äußerst taffe Frau den Tränen nahe: „Es kostet soviel Energie – der Kampf gegen das Wasser und das Bangen, ob dein Zuhause das übersteht. Du kannst in solchen Fällen nur hoffen! Denn du bist einfach nur machtlos!“, betont sie noch einmal den großen Dank an die Kameraden der Feuerwehren, die ihr Zuhause schließlich retten konnten.
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