Ab dem Spätherbst sollen Ampeln auf Rot schalten, wenn oberhalb der B311 auf Höhe Weißbach Lawinengefahr droht. Demnächst werden die Ampeln montiert. Das System wurde im Vorjahr getestet. Ein Radar „schaut“ sich den Hang gegenüber genau an und schlägt bei Gefahr an.
Die Wieserlawine, die nur sehr selten die Straße erreicht, und die Lahnerhornlawine, die alle paar Jahre bis an die Fahrbahn gelangt, sind der Anlass der neuen Anlage in Weißbach bei Lofer. Denn die beiden Lawinen gefährden die B311 Pinzgauer Straße im dortigen Bereich.
Damit man auch bei Schlechtwetter weiß, was sich am Berg abspielt, hat das Land im Vorjahr ein Lawinen-Radarsystem installiert und getestet. Das Radar scannt den Hang gegenüber und nimmt jede Bewegung wahr. Setzt sich eine Lawine in Bewegung, werden innerhalb von Sekunden die Ampeln an der B311 auf „Rot“ geschaltet.
Sobald die Gefahr vorüber ist, schalten die Ampeln wieder auf Grün. Laut Landesgeologen Gerald Valentin ist die neue Anlage die beste Option und vergleichsweise günstiger als beispielsweise eine Lawinengalerie.
Keine Verkehrsbehinderungen geplant
Ab September werden vier Ampelanlagen montiert und vier Kameras, die den Verkehr überwachen. Die Kameras erkennen, ob die Schneemassen bis auf die Straße gelangt sind und ob alle Fahrzeuge bei der Ampel stehen geblieben sind. Während der für einen Monat anberaumten Montagearbeiten soll es keine Einschränkungen für den Verkehr geben. In Betrieb gehen soll die Ampelanlage im November.
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