Menschen ohne digitales Endgerät oder jene, die sich in der Digitalwelt schlecht zurechtfinden, haben vielfach Nachteile. Nicht nur sind die Wege beschwerlicher, oft müssen sie mehr für die gleiche Leistung bezahlen. Das gilt auch für Angebote der Stadt Wien. Wir haben konkrete Beispiele.
Ein „Recht auf analoges Leben“ fordert Andreas Babler. Ein berechtigtes Anliegen. Der SPÖ-Chef (Originalton: „Niemand soll draufzahlen, nur weil man nicht alles digital machen will“) könnte in Wien damit anfangen.
Denn die Stadt bietet in ihrem Einflussbereich Leistungen an, wo Menschen ohne Smartphone oder Computer benachteiligt sind. Betroffen sind meist – aber nicht nur – ältere Wiener. Sie müssen für die gleiche Leistung mehr hinblättern als andere. Einige Beispiele:
„Wer in Wien nicht online bucht, zahlt drauf. Altersdiskriminierung ist ein Zeichen der Ignoranz gegenüber Menschen, die ihr Leben ohne Smartphone oder Laptop gestalten“, so Wiens Grünen-Chefin Judith Pühringer. Und weiter: „Die SPÖ wäre gut beraten in Wien das vorzuleben, was Sie im Bund Tag für Tag fordert.“
Auf einen weiteren Missstand weist der ÖVP-Senorenbund hin:
Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec: „Es muss selbstverständlich sein, dass Förderungen auch mittels Papier-Formularen beantragbar sind. Inklusive Lösungen müssen so lange wie notwenig zur Verfügung gestellt werden.“
Ob Andreas Babler die Haupstadt-Genossen überzeugen kann, Lösungen für diese offenkundigen Ungleichbehandlungen zu finden?
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