Der Pensionistenverband fordert vom Einzelhandel Fairness bei der Einführung von digitalen Preisschildern. „Sicherheit ist ein großes Bedürfnis in unserer Generation“, betonte am Sonntag Verbands-Präsident Peter Kostelka. Dazu gehöre auch die Sicherheit, dass ein Produkt nicht alle paar Minuten einen anderen Preis hat.
Denn gerade Pensionistinnen und Pensionisten würden die Zeitungsinserate und Werbe-Beilagen des Handels genau studieren und danach entscheiden, so Kostelka weiter. Er könne sich eine Regelung vorstellen, wie sie bereits für Tankstellen gilt. Demgemäß dürfen die Preise nur einmal täglich angehoben werden.
„Wir haben nichts gegen Digitalisierung“
Kostelka: „Wir haben nichts gegen Digitalisierung – aber wir haben etwas gegen Benachteiligung“, betonte der Präsident des Pensionistenverbandes.
Elektronische Preisschilder, im Fachjargon „Electronic Shelf Label“ (ESL-Tag) genannt, finden nicht nur im Handel immer mehr Verbreitung. Auch in Lagern oder Archiven werden sie verwendet, um Waren oder Akten zu kategorisieren.
Schilder wohl bald stark im Kommen
ESL-Tags bestehen aus sogenannten E-Ink-Displays, einer Batterie und einem Funkmodul, das Preisinformationen abruft. Sie können, etwa durch Blinklichter, auch Sonderangebote bewerben. Marktforscher gehen davon aus, dass solche Systeme in den nächsten zehn Jahren an Verbreitung gewinnen – mit Wachstumsraten von 600 Prozent.
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