Weniger Feinstaub und weniger Stickoxide liegen in der Luft: Warum trotzdem nicht alle aufatmen können und wollen …
Die Bilanz ist eindeutig: Die Luftgüte in Niederösterreich verbessert sich Jahr für Jahr. An mehr als 40 Stellen werden die Schadstoffe gemessen. Der Jahresbericht 2023 zeigt klar auf, dass alle gesetzlichen Grenzwerte gemäß dem Immissionsschutzgesetz–Luft deutlich unterschritten worden sind.
Trend bestätigt sich über viele Jahre
Der langjährige fallende Trend setzt sich demnach fort, in den vergangenen zehn Jahren ist die Feinstaub-Belastung bei PM10-Partikeln um 33,3 Prozent und bei den viel kleineren PM2,5-Partikeln um 52,6 Prozent gesunken. Stickstoffdioxid ging in dieser Zeit um 38,9 Prozent zurück. „Die Daten zeigen, dass die Luft in unserem Land seit vielen Jahren tendenziell sauberer wird. Dafür gibt es mehrere Gründe: Autos werden schadstoffarmer, Heizen sauberer, Wohnbau ökologischer“, erklärt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. Man sei damit auch bereits für künftig noch niedrigere Grenzwerte gut aufgestellt.
Luft 100er wird damit ausgebremst
Die guten Werte bremsen aber auch Pläne einiger Bürgerinitiativen aus. Pernkopf: „Verkehrseinschränkende Maßnahmen, wie beispielsweise einen Luft-100er, braucht es bei diesen Werten in Niederösterreich nicht.“
Elisabeth Scheicher, Leiterin des Luftgütemessnetzes Niederösterreich, ergänzt: „Ein Blick auf die aktuellen Mittelwerte im Messnetz zeigen auch für das laufende Jahr 2024 ein ähnlich niedriges Niveau wie 2023. Es darf also davon ausgegangen werden, dass sich der stetig abnehmende Trend auch weiter fortsetzt.“
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