Die Schadenersatzklagen nach der weltweiten IT-Panne von Crowdstrike vor rund einer Woche dürften wegweisend werden. Davon geht der Berner Fachhochschulprofessor für Digitalisierung, Matthias Stürmer, aus.
Für die Schweizer Flugsicherung Skyguide – ein Opfer unter vielen – sieht er bei einer Klage aber schwarz. Die von der IT-Panne betroffene Flugsicherung sei schlecht vorbereitet gewesen, sagte Stürmer. Am Flughafen Zürich war es vor einer Woche zu Verspätungen und Flugausfällen gekommen.
Crowdstrike sicherte sich in AGB ab
Nach Ansicht des Berner Forschers muss Crowdstrike dennoch mit Schadenersatzforderungen rechnen. Für Skyguide dürften die Chancen allerdings schlecht sein.
In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen halte Crowdstrike fest, dass die Cybersicherheitssoftware nicht für kritische Anwendungen eingesetzt werden soll. Explizit sei dabei die Flugsicherung erwähnt.
Das bringe Skyguide bei einer Klage gegen Crowdstrike in die Bredouille, so Stürmer. Die Luftraumüberwachung musste den Geschäftsbedingungen zustimmen, sonst hätte sie die Software nicht nutzen können.
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