Die Summe der Fördermittel des Bundes in Höhe von 15,92 Milliarden Euro teilt sich in direkte und indirekte (steuerliche) Förderungen auf. Die Direktförderungen betrugen 5,38 Milliarden Euro – und damit etwas mehr als die 5,28 Milliarden Euro im Jahr 2010. Die indirekten Förderungen lagen 2011 bei 10,54 Milliarden Euro, gab die Parlamentskorrespondenz am Mittwoch bekannt.
Landwirtschaftsministerium ist größter Förderungsgeber
An der Spitze der Förderungsgeber stand auch 2011 das Landwirtschaftsministerium mit einer Förderungssumme von insgesamt 1,6 Milliarden Euro. An zweiter Stelle steht das Finanzministerium mit Direktförderungen von 1,06 Milliarden Euro – laut dem Bericht eine Folge der Aufwendungen für die Bankenhilfe. An dritter Stelle folgt das Sozialministerium mit Förderungen von 815,1 Millionen Euro.
Hoher Anteil an Unternehmenssubventionen
Der Großteil der Geldtransfers in Österreich, nämlich 19 Prozent des BIP, floss 2011 an Privatpersonen; 6,1 Prozent des BIP betrug die Förderung an Unternehmen. Entscheidend für den im internationalen Vergleich hohen Anteil an Unternehmenssubventionen in Österreich (EU-27: 2,3 Prozent) sind Direktförderungen im Gesundheitswesen und an die ÖBB, heißt es in dem Bericht.
Zum Vergleich: Frankreich wendete 2011 21,7 Prozent des BIP für Förderungen auf, Finnland 19,4 Prozent, Deutschland 18,5 Prozent. Der EU-Schnitt lag laut dem Bericht, der auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat verweist, bei 19 Prozent des BIP.
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