Wer war zuerst da? Der Lärm oder die Menschen, die ihn ertragen müssen? Diesen Fragen geht eine neue Folge von „Am Schauplatz“ auf ORF 2 nach und stößt dabei naturgemäß auf Diskrepanzen und Missverständnisse. Wo es keine echte Lösung gibt, sollte man sich daher mit Respekt und Toleranz begegnen.
Schon leichter Lärm kann bei einer gewissen Regelmäßigkeit zur echten Belastung werden. In der „Am Schauplatz“-Reportage „Wohnen wo es laut ist“ (heute, ORF 2, 21.05 Uhr) fährt Nicole Kampl quer durchs Land, um mit Betroffenen und Verursachern zu sprechen. So kämpft die Wiener Arena als Subkulturinstitution mit einer neuen Soundanlage gegen vereinzelte, aber beharrliche Beschwerden aus den angrenzenden Wohntürmen, verzweifeln Anrainer im niederösterreichischen Rauchenwarth an jährlich 4700 Nachtflügen oder ärgert sich die Innsbruckerin Frau Eder über einen neu gebauten Spielplatz neben ihrer Wohnung.
Frei nach dem Henne-Ei-Prinzip gilt per se die Frage, wer denn zuerst da war. Die Interviews mit Anwohnern und den gegnerischen Parteien zeigen vor allem, dass es gegenseitig Toleranz und Verständnis braucht. Oder um Arena-Obmann Mario Weisch zu zitieren: „Wohnraum direkt an der Arena zu bauen, ist auch weiterhin nicht die beste Idee.“
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