Tennis-Profi Andrej Rublew hat nach einem entscheidenden Fehler, im Erstrunden-Match von Wimbledon gegen den Argentinier Francisco Comesana, mit dem Tennisschläger sein eigenes Knie blutig geschlagen. Nicht der erste Ausraster des Russen, der dafür eine simple Erklärung hat und damit für weitere Diskussionen sorgt.
„Ich würde das nicht machen, wenn ich mit dem Schläger auf den Boden schlagen dürfte“, erklärte Rublew die Szene nach dem Spiel. Nach einem verpatzen Schlag im dritten Satz kassierte der Russe das Break zum 1:4 und konnte seinen Ärger darüber nicht verbergen. Siebenmal drosch er mit dem Schläger auf sein eigenes Knie ein.
Am Ende schied die Nummer sechs der Setzliste gegen den argentinischen Debütanten in der ersten Runde aus. Zuvor beendete er das Match mit einer blutenden Wunde am Knie. Bilder, die für Kopfschütteln und schließlich reichlich Diskussionsstoff sorgten. Rublew selbst versuchte zu beschwichtigen: „Ich musste meinen Emotionen freien Lauf lassen. Es ist aber alles in Ordnung.“
Es gibt auch Zuspruch
Die Fans in Wimbledon reagierten während der Szene fassungslos. Experten wiederum fordern im Anschluss Konsequenzen für einen derartigen Ausraster. „Das muss eine Code Violation sein“, betont etwa US-Tennisjournalist Ben Rothenberg. Er fordert, dass Rublew dafür verwarnt und bei einer Wiederholung gar disqualifiziert werden müsse. Auch andere Experten stimmten dieser Einschätzung zu.
Allerdings gab es in den sozialen Netzwerken auch Zuspruch für den Russen. Man solle akzeptieren, dass da Menschen mit Emotionen und nicht Roboter auf dem Platz stehen, so ein User. Andere stimmten der Aussage zu und fanden, dass Rublew sich mit der Aktion schließlich nicht respektlos gegenüber seinem Gegner gezeigt habe. So oder so, Rublew und seine Emotionen werden die Tennis-Welt wohl auch künftig beschäftigen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.