Mo, 23. Juli 2018

In Florida gestartet

11.12.2012 23:27

US-Militär testet erneut mysteriöses Mini-Shuttle

Das US-Militär testet zurzeit wieder einmal ein geheimes unbemanntes Mini-Raumflugzeug (Bild) - von dem niemand in der Öffentlichkeit weiß, welchem Zweck es dient. Die Experimentier-Drohne vom Typ X-37B wurde am Dienstag von Cape Canaveral in Florida aus auf die Reise geschickt.

Sie steckte in einer Kapsel an der Spitze einer Atlas-Rakete (Bild 2), um dann freigesetzt zu werden und in eine Erdumlaufbahn einzutreten, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Es ist der bereits dritte Test einer derartigen Maschine, die aussieht wie ein Spaceshuttle im Kleinformat.

Spekulationen über Waffensystem im Orbit
Den ersten Start des Gefährts - auch Orbital Test Vehicle (kurz: OTV) genannt - hatte es im April 2010 gegeben, damals war das Flugzeug nach 224 Tagen Flug wieder gelandet. Der zweite Testflug hatte 469 Tage gedauert (Berichte in der Infobox). Die US-Luftwaffe hatte jeweils lediglich Start und Landung mitgeteilt.

Zum Zweck hieß es bislang nur, es würden neue Technologien im Weltraum erprobt. Das Schweigen hat Spekulationen genährt, die Drohne könnte Vorläufer eines Waffensystems im Orbit sein, also die USA in die Lage versetzen, in Krisenfällen rasch zu reagieren.

Mini-Version des Spaceshuttles
Bei den X-37B-Raumfähren (Bild) handelt es sich um eine Art unbemannte Mini-Versionen der - mittlerweile eingemotteten - Spaceshuttles der NASA. Sie sind 8,90 Meter lang, haben eine Spannweite von 4,5 Metern und wiegen knapp fünf Tonnen. Das "Space Plane", das aus Batterien und über Solarzellen mit Energie versorgt wird, ist dafür konstruiert, die Erde in einer relativ flachen Umlaufbahn zu umkreisen und anschließend wieder auf ihr zu landen.

An dem OTV wurde über zehn Jahre lang gearbeitet. Begonnen wurde das Projekt in den späten 1990er-Jahren zunächst von der zivilen Raumfahrtbehörde NASA, 2004 übernahm dann das Militär das Projekt - zusammen mit dem Hersteller, der Boeing-Abteilung Phantom Works.

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