Alles nur geklaut?

Musikverband zieht gegen KI-Start-ups vor Gericht

Web
25.06.2024 09:52

Die Musikindustrie zieht gegen zwei Start-ups vor Gericht, die Songs mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellen. Der US-Branchenverband RIAA wirft den Firmen Suno und Udio vor, die KI unerlaubt mit urheberrechtlich geschützter Musik trainiert zu haben.

Bei Suno und Udio kann man – ähnlich wie zum Beispiel bei Bildgeneratoren – Musikstücke mithilfe von Textvorgaben vom Computer erstellen lassen. Das könnte zum Beispiel sein: Generiere einen Rocksong über einen Hund, der am Strand spazieren geht, mit einem Gitarrensolo. Die Software bräuchte wenige Sekunden dafür.

Solche KI-Programme müssen zunächst mit großen Mengen an Daten angelernt werden. Die RIAA wirft den beiden Firmen im Namen der großen Musikkonzerne vor, dafür deren Songs genutzt zu haben. Als Beweis sieht sie laut der am Montag veröffentlichten Klageschrift unter anderem, dass von den Start-ups erzeugte Musik sehr ähnlich zu urheberrechtlich geschützten Songs von Musikstars klingen könne.

KI-Firmen weisen Vorwürfe zurück
Udio kontert der Klageschrift zufolge, dass eine solche Nutzung von Songs durch die Fair-Use-Klausel des Urheberrechts gedeckt sei. RIAA sieht das anders. Suno-Chef Mikey Shulman betonte in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg, dass die Software neue Musik erschaffen solle – und nicht alte Titel wiederkäuen.

Konflikte gibt es auch zwischen KI-Start-ups und einigen Medienorganisationen sowie Schriftstellern. Sie klagen, weil KI-Modelle widerrechtlich mit ihren Texten trainiert worden seien. Andere Medien wie etwa die „Financial Times“ oder Zeitungen des Medienmoguls Rupert Murdoch gewähren den Entwicklerfirmen wie OpenAI im Gegenzug für Lizenzgebühren Zugang zu ihren Archiven zum Anlernen von KI.

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