22.08.2005 21:49 |

Grazer Derby

Der GAK besiegt Stadtrivalen Sturm mit 2:0

Derbyerfolg gegen Sturm Graz. Der Vizemeister setzte sich im 123. Kräftemessen "Rot" gegen "Schwarz" durch Treffer von Hieblinger (37.) und Skoro (84.) durch und schloss in der Tabelle zu Meister Rapid Wien auf. Die Wiener Austria führt nun jeweils drei Zähler vor Rapid und GAK. Sturm, nunmehr fünf Ligaspiele in Folge ohne Sieg, bleibt hingegen auf Rang sieben hängen.

Trotz 24-stündiger Verspätung - starker Regen in der Steiermark hatte ein Spiel am Sonntag unmöglich gemacht - blieben die Erzrivalen auch am Montag nicht trocken. Bei Anpfiff schüttete es in der Landeshauptstadt, auf die beiden Torhüter Szamotulski und Schranz wartete also ein tückischer Abend. Der glitschige Rasen störte zwar die Fußball-Ästheten, brachte jedoch zusätzliche Brisanz in den Klassiker, der sehr kampfbetont und rassig über die Bühne ging.

Der GAK fand durch Plassnegger, der nach Junuzovic-Vorlage vom Fünfer über das Tor schoss, die erste Chance vor (4.), Sarac verfehlte mit einem Weitschuss, einem geeigneten Mittel an diesem Abend, nur ganz knapp die Sturm-Führung (20.). Nachdem ein Ehmann- Treffer zu recht wegen Fouls aberkannt wurde (27.), fiel in der stärksten GAK-Phase das 1:0: der aufgerückte Verteidiger Hieblinger verwertete eine weite Freistoßflanke von Bazina per Kopf zu seinem ersten Meisterschaftstreffer für den GAK.

Die ersten 15 Minuten nach der Pause, der Regen hatte mittlerweile aufgehört, standen im Zeichen von Sturm. Ledwon prüfte GAK- Schlussmann Schranz mit einem wuchtigen Fernschuss (48.), ansonsten blieben jedoch Sturm-Großchancen aus. Stattdessen bekam die Schachner -Truppe das Derby wieder sicher in den Griff.

Die GAK-Kontermaschinerie kam so richtig ins Rollen und blühte auf. Standfest (60.), Skoro (77.), Muratovic (78.) und Bleidelis (83.) vergaben für die Athletiker klassische "Sitzer", ehe das Spiel doch noch eine Sahnehäubchen erlebte. Nach Standfest-Hereingabe von der rechten Seite verwertete Skoro elegant mit der Ferse zum Endstand (84.).

Rapid - Mattersburg 1:2
Rapids Plan, in Runde sieben der Bundesliga wieder an die Tabellenspitze zurückzukehren, nachdem die Führung erst in der letzten Runde nach einem Unentschieden beim GAK an den Erzrivalen aus Favoriten gegangen war – ist nicht aufgegangen. Mit Mattersburg kam ein zu gefährlicher und unangenehmer Gegner ins St. Hanappi. Für Rapid verlief die Generalprobe für das Auswärtsmatch in der Champions-League-Qualifikation gegen Lok Moskau alles andere als erfolgreich. Die Hütteldorfer gingen durch Hlinka (63.) zunächst in Führung. Nach einem Treffer von Naumoski (69.) sorgte in der Schlussphase der eingewechselte Hanikel per Kopf für den Überraschungstriumph der Burgenländer, die zuvor noch nie bei Rapid gepunktet hatten.

Wacker Tirol - Austria Wien 2:2
Auch abgesehen davon, dass sich die wackeren Tiroler seit Saisonbeginn mit eher mäßigen Leistungen doch immer wieder zu Punkten schummeln, sprach die Statistik in der 7. Runde für die Austria. Seit dem Aufstieg kassierte Wacker gegen den aktuellen Spitzenreiter am Tivoli neu zwei Zu-Null-Niederlagen, außerdem warten die Innsbrucker, die durch Pacanda (41. Freistoß) und Aganun (51.) zwei Mal in Führung gingen, seit der Rückkehr ins Oberhaus vor der zehnten Partie gegen einen Wiener Klub noch immer auf einen vollen Erfolg. Aus dem angestrebten Sieg wurde nichts, die Tiroler und die Wiener trennten sich 2:2 unentschieden – demnach bleibt die Austria Tabellenführer. Die Austria glich durch einen unberechtigten Foulelfmeter von Rushfeldt (44.) und einen Freistoß von Ceh (88.) jeweils aus.

Superfund Pasching - Salzburg 1:0
Im Paschinger Waldstadion trafen zwei Mannschaften aufeinander, die in der letzten Runde endlich wieder siegen konnten: Die Paschinger schossen sich mit einem 5:0 über die Admira den Frust von der Seele, und die Salzburger konnten mit einem 2:0-Heimsieg über Tirol den zweiten vollen Erfolg in dieser Saison einfahren. Beide Teams zeigten zuletzt also eine starke Aufwärtstendenz. Obwohl Salzburg-Coach Jara einen Pflichtsieg erwartete, kamen die Paschinger zu einem vollen Erfolg und bezwangen Salzburg daheim 1:0.

Admira - Ried 2:2
In der siebenten Runde den ersten Punkt holte die Admira. Bei der Premiere von Trainer Robert Pflug nach fast 13 Jahren – der „Oldie“ und ehemalige Sturm-Coach stand nach sechs Niederlagen in Serie gleich unter Zugzwang - reichte es gegen Ried wenigstens zu einem 2:2. Ried ging durch einen Doppelpack von Goalgetter Kuljic in Führung, die überlegenen Hausherren schlugen aber noch durch Bule und Bjelica verdient zurück.

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