Lage entspannt sich

Keine schweren Überflutungen trotz Starkregen in Ktn

Österreich
12.11.2012 14:35
Trotz der heftigen Niederschläge in den Oberkärntner Bezirken Spittal und Hermagor am Wochenende ist es bis Montag früh zu keinen schweren Überschwemmungen gekommen. Wohl aber führten einige Bäche, insbesondere die Gail, Hochwasser. Am Montag begannen die Pegel wieder zu sinken. Am meisten Regen war am Plöckenpass gefallen. Laut Hydrographischem Dienst gingen dort seit Samstagabend über 200 Liter pro Quadratmeter nieder.

Am Sonntag und in der Nacht auf Montag zählte die Landesalarm-und Warnzentrale gut 80 Feuerwehreinsätze. Dabei ging es vordringlich um durch Muren verlegte Nebenstraßen, überflutete Keller, umgestürzte Bäume und Hochwasser führende Bäche, die gesichert werden mussten. Vereinzelt mussten auch Häuser evakuiert werden, weil sie von Hangrutschungen bedroht waren.

Das stärkste Hochwasser gab es in der Gemeinde Nötsch. Dort überstieg der Pegel der Drau die Marke zum zehnjährlichen Hochwasser. Überflutungen gab es aber aufgrund der guten Hochwassersicherung nur kontrolliert in den dafür vorgesehen Auffangbecken, wie es bei der Gemeindeverwaltung hieß.

Angespannte Situation in Lavamünd
In Lavamünd war der Draupegel bis Montag früh auf 1.400 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Das entspricht einem fünfjährlichen Hochwasser. Beim Jahrhunderthochwasser am 5. November waren es 2.400 Kubikmeter pro Sekunde. Johannes Moser von Hydrographischen Dienst schätzte, dass die Drau im Laufe des Tages auf etwa 1.600 Kubikmeter pro Sekunde anschwellen werde.

Ab 1.500 Kubikmeter pro Sekunde kann es in Lavamünd zu Überschwemmungen kommen. Deshalb sei mit dem Verbund, der einige Laufkraftwerke entlang der Drau betreibt, vereinbart, dass dieser versuchen werde, das Wasser so abfließen zu lassen, dass die Grenze von 1.500 Kubikmetern nicht überschritten wird. Dieser Fall dürfte aber nicht mehr eintreten, meinte Johannes Moser vom Hydrographischen Dienst des Landes und gab am Montagnachmittag "vorsichtige Entwarnung".

Auch beim Verbund ging man davon aus, dass es zu keinen Überschwemmungen in Lavamünd mehr kommen würde, wie Sprecher Robert Zechner bestätigte. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat unterdessen Ermittlungen im Fall des Jahrhunderthochwassers in Lavamünd eingeleitet, wie der ORF berichtete.

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