„Lebenszeit-Rapidler“ Christopher Dibon greift heute um den ersten Titel mit den Grünen – als Ostliga-Meister mit dem Zweierteam!
„Wenn man in der Tabelle so lange vorne liegt bzw. dabei ist, will man auch am Schluss ganz vorne stehen.“
Klar. Seit Sommer 2013 ist Christopher Dibon bei Rapid, bestritt 177 Profi-Spiele (durch Verletzungen mehr als doppelt so viele verpasst) – und heute könnte der Abwehrrecke endlich den ersten Titel mit seinem Herzensklub feiern: Denn mit einem Sieg in Neusiedl wäre Rapid II vorzeitig Ostliga-Meister. „Das wäre eine coole Sache! Ich versuche, die Jungs so gut wie möglich zu unterstützen“, ist der 33-jährige Kapitän längst der verlängerte Arm von Chefcoach Jürgen Kerber. „Ich fühle mich in dieser Rolle sehr wohl, die Aufgabe macht mir brutal Spaß.“
Auch „Dibi“ weiß, dass die 2. Liga (der sofortige Wiederaufstieg als im schlechtesten Fall Zweiter wurde bereits fixiert) für die Weiterentwicklung der Talente besser ist. „Obwohl auch in der Ostliga ein gutes Niveau herrscht und die Mannschaften sehr körperlich agieren – der Aufstieg ist brutal wichtig für uns. Denn die Jungs, die diese Saison teilweise erstmals im Erwachsenen-Fußball sind, werden in der zweiten Liga noch mehr gefordert.“
Mit ihm weiter an Bord? Wie’s nach dem Vertragsende im Sommer weitergeht, ist noch offen. Jedenfalls hat er bereits einen Werdegang abseits des Fußballs eingeschlagen. „Ich hatte die Möglichkeit, durch verschiedene Abteilungen im Haus zu gehen. Seit Winter bin ich im Scouting dabei, wo ich viele Spiele anschaue und Ligen kennenlerne – das macht mir richtig Spaß. Dazu werden noch Ausbildungen folgen. Ich will mich weiterbilden und gerüstet sein.“ Dibon, der mit seiner Frau und kleinen Tochter in Schwechat lebt, sehr auf die Ernährung achtet, verfolgt auch den grün-weißen Frauen-Fußball genau.
Um Rekord-Besuch
Da Rapid II und die Girls in Hütteldorf trainieren, „gibt’s oft einen Austausch. Ich bin gespannt, wie die Entwicklung weitergeht, und werde ein Auge draufhaben.“ Auch am 16. Juni. Da folgt im Allianz Stadion der erste internationale Test gegen die Nürnberg-Frauen (U20) und eine von Trainerin Katja Gürtler und Geschäftsführer Steffen Hofmann angenommene Rekord-Wette: Bricht Rapid die heimische Bestmarke von 10.051 Fans, im September bei Österreichs 0:1 gegen Frankreich in der Generali-Arena aufgestellt, zahlt Klubpartner Admiral für jedes abgesetzte Ticket einen Euro für den grünen Frauen-Fußball. Motto: „Wir wollen gemeinsam Geschichte schreiben.“
Das gilt gewissermaßen auch für „Dibi“ – bei seinem Premierentitel für Rapid.
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