22.09.2012 20:58 |

Samstagsspiele

Salzburg bezwingt Leader Austria 1:0, Sturm spielt 1:1

Meister Red Bull Salzburg hat am Samstag in der neunten Runde der tipp3-Bundesliga den Schlager gegen Tabellenführer Austria Wien mit 1:0 gewonnen. Valon Berisha erzielte in der 86. Minute den verdienten Siegestreffer für den Titelverteidiger, der damit den Rückstand auf die Violetten auf drei Punkte verkürzte. Sturm Graz musste sich bei Wiener Neustadt mit einem 1:1 zufriedengeben. Der WAC siegte bei Schlusslicht Wacker Innsbruck 1:0. Die Admira fertigte Mattersburg mit 5:1 ab.

Austria Wien - Salzburg 0:1
Der Titelverteidiger beendete vor 11.730 Zuschauern in der Generali-Arena den Erfolgslauf der Wiener, feierte einen verdienten 1:0-Auswärtssieg und rückte damit bis auf drei Punkte an den Tabellenführer heran. Berisha fixierte mit seinem Treffer in der 86. Minute die erste Niederlage der "Veilchen" nach zuletzt sechs Siegen in Folge.

Der Norweger kam nach einem schwachen Abschlag von Goalie Lindner, einer schlechten Ball-Mitnahme von Jun und einem Pass von Teigl an der Strafraumgrenze zum Ball und schoss überlegt ins kurze Eck ein. So wurden die Salzburger spät, aber doch für ihre im Vergleich zu den Gastgebern risikofreudigere Spielweise belohnt.

Die Austria agierte zumeist sehr vorsichtig, weshalb das von Coach Stöger im Vorfeld angekündigte Offensivspektakel lange Zeit ein leeres Versprechen blieb. Die Salzburger hingegen präsentierten sich bei Regen und rutschigem Terrain über weite Strecken spielfreudig und agil - allerdings nur bis zum gegnerischen Strafraum, dann waren sie mit ihrem Latein am Ende. So blieben relativ harmlose Distanzschüsse des starken Kampl (14.) sowie von Nielsen (16.), Soriano (27., 28.) und Hinteregger (34.), die allesamt ihr Ziel verfehlten, die einzige Ausbeute des Meisters vor der Pause.

Für das erste Highlight nach dem Seitenwechsel sorgte Soriano in der 51. Minute, als er nach Kampl-Flanke nur um Zentimeter am langen Eck vorbeiköpfelte. Die Austria antwortete mit einem gut vorgetragenen Konter, den Jun jedoch mit einem Schuss auf den zweiten Tribünenrang abschloss (53.). In der 72. Minute hatte Rogulj Pech: Der Verteidiger verpasste eine Freistoßflanke von Grünwald wenige Meter vor dem Tor nur hauchdünn. Auf der Gegenseite vergab Kampl in der 85. Minute den vermeintlichen Matchball - bis Berisha zuschlug. Die große Chance auf den Ausgleich ließ der eingewechselte Roland Linz in der 92. Minute aus.

Wiener Neustadt - Sturm Graz 1:1
Ausgerechnet Nachzügler Wiener Neustadt stoppte die Siegesserie von Sturm Graz. Die Steirer kamen auswärts über ein 1:1 (0:0) nicht hinaus. Kapitän Manuel Weber hatte die feldüberlegenen, aber offensiv stumpfen "Blackies" in der 57. Minute in Führung gebracht, Hlinka gelang nach einem Patzer von Sturm-Goalie Gratzei aber noch der Ausgleich (71.).

Die 2.650 Zuschauer erlebten eine mäßige und chancenarme erste Hälfte, in der die Steirer feldüberlegen waren. Neustadt-Goalie Siebenhandl hatte allerdings wenig zu tun, einer der zahlreichen Weitschüsse von Kainz (20.) und ein Versuch von Sukuta-Pasu aus Kurzdistanz (33.) blieben die besten Möglichkeiten der Gäste.

Die Niederösterreicher präsentierten sich eine Woche nach dem 0:6-Debakel gegen den WAC in der Defensive organisiert wie konzentriert und lauerten wie erwartet auf Konter. Kurz nach dem Anpfiff verpasste Daniel Wolf aus vollem Lauf per Kopf nur knapp den Kasten von Gratzei (3.), in der 36. Minute ließ man dann die Chance eines Freistoßes aus 15 Metern fast fahrlässig ungenützt.

Nach dem Seitenwechsel hatte zwar der SC die erste Gelegenheit, in Führung gingen aber die Grazer: Siebenhandl faustete einen Eckball zwar weit weg, hatte aber das Pech, dass ihm Weber mit einem erbarmungslosen Halbvolley aus gut 20 Metern ins rechte Eck keine Chance ließ (57.).

Doch die mangelnde Durchschlagskraft in Verbund mit einem schweren Patzer Gratzeis bescherte dem SC noch einen Punkt: Einen Eckball des kurz zuvor eingewechselten Offenbacher ließ der Schlussmann entgleiten, Hlinka musste nur noch abstauben (71.). Neustadt hatte im Finish sogar noch die Chance auf den Sieg. Friesenbichler brachte allein vor dem Tor aber eine weite Vorlage nicht mehr unter Kontrolle (79.), kurz darauf parierte Gratzei dann einen Kopfball Friesenbichlers und den Nachschuss Mimms.

Wacker Innsbruck - WAC 0:1
Der FC Wacker Innsbruck hat auch zum Abschluss des ersten Saisonviertels nicht aus der Krise gefunden. Die Tiroler kassierten mit dem knappen 0:1 (0:1) zu Hause gegen den WAC die bereits fünfte Niederlage in Folge und sind damit weiter im Besitz der "Roten Laterne". Der Aufsteiger darf sich hingegen allmählich nach oben orientieren, ist jetzt schon vier Runden ungeschlagen und feierte dabei gleich drei Siege. Der Vorsprung des Fünften auf die Tiroler beträgt dank des Treffers von Christian Falk (23.) und einer starken Leistung von Goalie Christian Dobnik schon zehn Punkte.

Die Hausherren waren nach dem 6:0 gegen Wiener Neustadt, dem höchsten Sieg der Vereinsgeschichte, mit viel Selbstvertrauen ausgestattet. Das wurde auch gleich in der ersten Aktion im Tivoli-Stadion deutlich, ein Fallrückzieher von Jacobo ging am Tor vorbei. Die Tiroler hielten die Partie offen, hatten in der ersten Hälfte zum Teil auch mehr vom Spiel, leisteten sich allerdings wieder einmal eine folgenschwere Unachtsamkeit in der Defensive. Nach einem Liendl-Eckball und einer Baldauf-Kopf-Verlängerung nahm sich Falk den Ball herunter und traf aus kurzer Distanz souverän zum 1:0 (23.). Mit Ausnahme eines von Safar zur Ecke abgewehrten De-Paula-Schusses (26.) war von den Kärntnern aber in der ersten Halbzeit nichts mehr zu sehen, sie schienen sich mit der Führung zu begnügen.

Nach der Pause kamen die Tiroler mit deutlich mehr Elan aus der Kabine, die Kärntner wurden zum Teil in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Dobnik entschärfte einen Wallner-Kopfball (46.), zudem schoss Wernitznig aus 14 Metern hauchdünn am Tor vorbei (61.). In der Schlussphase hätte dann alleine Wallner ein Dutzend Mal für den Ausgleich sorgen können oder auch müssen. Bei der besten Aktion konnte sich Dobnik bei einem tollen Fallrückzieher des Wacker-Stürmers auszeichnen (87.), der Goalie der Kärntner hielt auch noch in der 95. Minute bei einem Wallner-Versuch den Sieg fest.

Admira - Mattersburg 5:1
Bereits am Nachmittag hatte die Admira ihre Durststrecke beendet. Die Südstädter feierten einen 5:1-(3:1)-Heimsieg über den SV Mattersburg, fuhren erstmals seit fünf Partien wieder einen vollen Erfolg ein und zogen damit in der Tabellen an den Burgenländern vorbei.

Die Niederösterreicher stellten die Weichen schon früh auf Sieg: Nach einer Flanke von Jezek stellte Schrott bereits in der 2. Minute per Kopf auf 1:0. Danach standen die Mattersburger dem Angriffswirbel der Südstädter zumeist hilflos gegenüber, kamen aber mit ihrer einzigen Chance in der kompletten ersten Hälfte zum Ausgleich. Naumoski schickte Farkas auf die Reise, dessen optimalen Querpass verwertete Potzmann aus kurzer Distanz ohne Mühe (26.).

Davon unbeeindruckt blieben die Admiraner weiterhin am Drücker und gingen in der 28. Minute neuerlich in Führung. Sabitzer, der davor in der 8. und 9. Minute an Borenitsch gescheitert war, bediente per Kopf den leicht im Abseits stehenden Ouedraogo, für den der erfolgreiche Torschuss nur noch eine Pflichtübung war. Sechs Minuten später hatte der Stürmer aus Burkina Faso mit einem Heber an die Latte Pech, mit dem nächsten Angriff aber sorgten die Gastgeber schon für die Vorentscheidung. Nach einer schönen Kombination über Sabitzer und Schick vollendete Thürauer zum 3:1.

Mit dem 4:1 für die Admira durch einen sehenswerten Schlenzer von Schick aus rund 20 Metern in der 57. Minute war endgültig geklärt, wer den Rasen als Sieger verlassen würde. Die Mattersburger schwächten sich durch Gelb-Rot für Rodler in der 64. Minute auch noch selbst und konnten sich in der Schlussphase bei Goalie Borenitsch bedanken, dass die Partie nicht mit einer deftigeren Niederlage endete. Nur bei einem platzierten Freistoß von Schicker in der 92. Minute musste sich der SVM-Schlussmann noch einmal geschlagen geben.

Admira-Coach Kühbauer durfte gegen seinen Ex-Klub über den ersten Sieg seit dem 5. August jubeln - wenn auch nur von der Tribüne aus. Der Burgenländer war bereits in der 13. Minute so wie sein Assistent Nastl von Schiedsrichter Grobelnik von der Betreuerbank verbannt worden.

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