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Wer braucht Bier? | Wer braucht Grün?

Wer braucht Bier? Wer braucht die Bierpartei? Mit Spannung war erwartet worden, was Dominik Wlazny alias Marco Pogo am Mittwoch der Öffentlichkeit sagen würde. Tritt der Musiker, Kabarettist und Amateur-Politiker, der es bei den Bundespräsidentenwahlen 2022 immerhin auf Platz drei schaffte, bei den Nationalratswahlen im Herbst mit seiner sogenannten Bierpartei an? Umfragen billigen ihm immerhin bis zu 10 Prozent zu, manche Beobachter trauen Wlazny sogar ein zweistelliges Ergebnis zu. Und das ohne Programm? Womöglich ist gerade das Nicht-Programm sein Erfolgsprogramm. Einer steigenden Zahl von Wählern geht es im Besonderen darum, „denen da oben“ eins auszuwischen. Das kann sie dazu verleiten, die FPÖ zu wählen. Oder – siehe Graz und Salzburg – die KPÖ. Oder – siehe Präsidentenwahl – einen offensichtlich gutgelaunten, jüngeren Menschen wie Marco Pogo. Zur Taktik scheint bei ihm auch zu zählen, seine Kandidatur noch in Schwebe zu lassen. Endgültig, verkündete er gestern, werde er das Ende April entscheiden. Wobei sich Polit-Insider wundern, warum er nicht schon bei den EU-Wahlen antritt – da wäre der Wahlkampf vergleichsweise billig und Wlazny wäre medial präsent. Auch nicht wundern würden sich die Insider, wenn Marco Pogo letztlich gar nicht für den Nationalrat antritt – um sich voll auf die Wiener Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr zu konzentrieren. Wetten wir ein Bier, dass seine Chancen fürs Parlament passabel, fürs Rathaus aber noch viel besser sind?

Wer braucht Grün? Wer braucht die grüne Partei? Eine deutliche Mehrheit der Österreicher wird sagen: niemand. Tatsächlich hat die Noch-Regierungspartei gerade nicht die besten Rahmenbedingungen für die Nationalratswahlen. Das Klimathema, an sich mindestens so wichtig wie vor fünf Jahren, hat gerade keine Konjunktur – da dürfen sich die Grün-Politiker auch bei den Klimaklebern mit ihren unsympathischen Aktionen „bedanken“. Gleichzeitig grasen andere Gruppierungen links der Mitte in ihrem Sympathisantenteich. Die Bierpartei, falls sie antritt – siehe oben – ganz sicher. Zudem die KPÖ, auch die weiter nach links gerückte SPÖ. So werden es die Grünen kaum schaffen, annähernd ihr Bestergebnis von 2019 zu erreichen. Übrigens, ein anderes Grün-Thema: Nicht vergessen, heute ist Gründonnerstag. Da wollten wir als „Frage des Tages“ via krone.at wissen: Essen Sie am Gründonnerstag Spinat? 50 Prozent sagten Ja zu Grün.

Kommen Sie gut durch den Gründonnerstag!

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