Die 2563 Meter hohe Einsattelung westlich vom Rietzer Grieskogel in den Stubaier Alpen ist prädestiniert für Skitourenanfänger und Genießer. Die Tour bietet einen traumhaften Blick auf die umliegende Berglandschaft.
Selten durch Lawinen gefährdet, keine Steilstücke und alpintechnische Schwierigkeiten, oben ideales Skigelände: Der „kleine Bruder“ vom Grieskogel – landläufig als Kreuzjöchl bekannt, in den Karten als Kreuzjoch eingetragen – bietet sich für jene an, die von einer Pisten- auf eine Skitour umsteigen möchten.
Wir starten direkt östlich der Brücke über den Klammbach und folgen der Spur zwischen den Bäumen aufwärts. Dann geht es im Tal über dem Bach gemütlich nach Norden einwärts empor. Wichtig hier: Auf der östlichen Talseite aufsteigen, denn aus den sehr steilen Hängen gegenüber drohen Lawinen.
Man erreicht bald ein Wasserschloss – in dem Abschnitt gleichbleibend einwärts. Die Spur zieht dann ein wenig nach rechts, wo sich der Gipfel des Rietzer Grieskogels präsentiert. In der Folge steigen wir aber nordwestlich in eine sanfte Mulde und darin nach oben. Der Sattel des Kreuzjöchls zeigt sich über uns, über einen letzten Aufschwung gelangt man dorthin.
Direkt westlich bietet der (fordernde) Grat des Mitterzeigers samt Wechte ein tolles Bild, im Norden liegt das Inntal, dahinter zeigen sich Gipfel wie Sand am Meer. Im Süden türmt sich das „Who is who“ der Stubaier und Ötztaler Berge auf.
Ort: Kühtai (2017 m)
Ausgangspunkt: Sellraintalstraße zwischen den beiden Lawinengalerien östlich unter dem Hoteldorf Kühtai (rund 1860 m; begrenzte Parkmöglichkeiten)
Strecke: freies Skitourengelände
Ausrüstung: Skitourenausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde)
Kinder: ab 10 Jahren
Voraussetzung: Kondition, Grundmaß an Ausdauer
Wichtig: aktuellen Lawinenlagebericht studieren
Einkehrmöglichkeit: Empfehlung: Alpengasthof Ruetz in St. Sigmund (etwas versteckt südlich der Talstraße am westlichen Ortsbeginn von St. Sigmund), täglich geöffnet, 05236/510
Öffis: Bus von Innsbruck direkt zum Ausgangspunkt („Galerie“) - empfohlen!
Höhenunterschied: rund 700 Höhenmeter
Länge: rund 3 Kilometer (Ausgangspunkt - Kreuzjöchl)
Gehzeit: rund 2 Stunden (Aufstieg)
Auch wenn derzeit kein Firn zu erwarten ist, stellt die südseitige Aufstiegsmulde schönes Skigelände dar, in dem sich wohl zahlreiche Genussschwünge ausgehen. Östlich vom Klammbach fährt man schließlich zurück hinaus zum Ausgangspunkt.
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