Mi, 20. Juni 2018

CL-Wunder blieb aus

07.03.2012 12:06

Coach Wenger lobt Arsenal-Stars und kritisiert den Schiri

Abgekämpft, ausgelaugt, ernüchtert, leer. Arsenals "Gunners" wurden ihrem Namen am Dienstagabend vor allem in einer furiosen ersten Hälfte mit drei Treffern zwar gerecht, konnten das Champions-League-Aus aber selbst mit einem 3:0-Heimerfolg gegen den AC Milan nicht abwenden. Das 0:4 im Hinspiel kostete die Londoner schließlich den Aufstieg ins Viertelfinale. Und während Trainer Arsene Wenger seine Spieler für den aufopferungsvollen Kampf lobte, erregte die Schiedsrichterleistung sein Missfallen.

"Wir haben alles gegeben, die Spieler können stolz auf sich sein", erklärte Wenger nach dem Schlusspfiff. "Ich bin enttäuscht, und doch haben wir eine gute Leistung gezeigt und sind der Qualifikation ganz nahe gekommen. Wir hatten die Chance." Nicht zuletzt Stürmer Robin van Persie hatte diese Chance, die in der 58. Minute das 4:0 bedeutet hätte. Der Niederländer, der kurz vor der Pause ein Elfertor erzielt hatte, scheiterte aus kurzer Distanz mit einem Heber an Milan-Goalie Christian Abbiati. "Da muss man Abbiati loben, er ist sehr schnell herausgekommen", meinte Wenger dazu.

Heftige Kritik am Schiedsrichter
Der Unparteiische Damir Skomina, der auch bei der EM im Juni Partien leiten wird, bekam noch im Spielertunnel sein Fett ab. Weil er seiner Meinung nach zu viele Fouls gegen seine Truppe gepfiffen hatte, bedachte Wenger den Slowenen mit wenig schmeichelhaften Worten, die ihn wohl noch in Konflikt mit der Disziplinargerichtsbarkeit der UEFA bringen werden. "Jeder Freistoß, jedes Mal, wenn sie zu Boden gingen, war für sie", echauffierte sich der 62-Jährige. "Sie haben das schnell gemerkt und es sehr gut eingesetzt", präzisierte Wenger seine Kritik.

Wenger auch mit dem Rasen unzufrieden
Auch der Zustand des Rasens in San Siro erregte das Gemüt des Elsässers. "Es ist inakzeptabel, dass die UEFA Plätze wie den, den wir in Mailand hatten, akzeptiert", meinte Wenger. Wesentlich mehr Sorgen muss ihm nun allerdings die mentale Verfassung der Spieler machen, die einen Top-Vier-Platz in der Premier League benötigen, um sich neuerlich für die europäische Königsklasse zu qualifizieren. "Es wird schwer, weil es eine große Enttäuschung ist. Aber das Team ist zusammengewachsen. Jeder Punkt ist ein Kampf, das ist es, was vor uns liegt".

Milans Trainer Massimiliano Allegri war einfach froh, die Partie überstanden zu haben. "Alles, was zählt, ist das Ergebnis", meinte Allegri, der Milan erstmals seit dem siebenten Titelgewinn 2007 wieder ins CL-Viertelfinale führte.

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