Sa, 18. August 2018

Knapp gescheitert

15.12.2011 23:13

Austria verpasst trotz Sieg Einzug in K.-o.-Phase der EL

Die Austria ist in der Europa League kanpp gescheitert. Die Wiener gewannen zwar am Donnerstag ihr letztes Spiel der Gruppe G in der Generali-Arena gegen Schlusslicht Malmö dank Treffern von Liendl (62.) und Barazite (80.) mit 2:0, verpassten aber dennoch als Dritter den Aufstieg ins Sechzehntelfinale. Da Pool-Sieger Metalist Charkiw in Alkmaar nur ein 1:1 erreichte, hätten die "Veilchen" einen Sieg mit sechs Toren Unterschied benötigt, um die Niederländer noch von Rang zwei zu verdrängen.

Die Austria durfte sich damit trösten, 140.000 Euro Siegesprämie eingestreift und nach zehn vergeblichen Versuchen den ersten Europacup-Heimsieg in einer Gruppenphase seit November 2004 erreicht zu haben. Der Erfolg war aufgrund der starken zweiten Hälfte verdient, vom notwendigen Kantersieg waren die Violetten allerdings weit entfernt.

Dies lag vor allem an einer uninspirierten Leistung in der ersten Hälfte, in der nur Kapitän Linz zweimal seine Gefährlichkeit andeutete: In der 4. Minute ging ein Fallrückzieher des Stürmers weit über das Tor, zwölf Minuten später erwischte der Steirer einen scharfen Junuzovic-Schuss knapp vor dem Tor nur mit dem Haarschopf.

Liendl bricht den Bann
Erst rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff kamen die Gastgeber, bei denen aufgrund der Verletzungsprobleme die Amateure-Innenverteidiger Wallner und Mally (Pflichtspiel-Debüt bei den Profis) zum Einsatz kamen, richtig auf Touren. In der 60. Minute konnte Dahlin einen Linz-Kopfball aus kurzer Distanz nach Flanke von Klein gerade noch auf der Linie abwehren, zwei Minuten später jedoch war der Malmö-Schlussmann geschlagen.

Nach einem Eckball der Austria brachten die Schweden den Ball nicht weg und Liendl stellte mit einem von Ranegie abgefälschten Schuss auf 1:0. In der 64. Minute hatte Linz das zweite Tor auf dem Fuß, sein Volley aus wenigen Metern zog allerdings weit am langen Eck vorbei.

Barazite sorgt für den Endstand
Daher blieb es Austrias erfolgreichstem Europacup-Torschützen vorbehalten, für den Endstand zu sorgen. Nach sehenswerter Vorarbeit von Junuzovic lupfte Barazite den Ball zum 2:0 in die Maschen. Der eingewechselte Stankovic ließ kurz vor Schluss eine gute Chance auf das 3:0 aus, die beste Chance der Schweden hatte Hamad auf dem Fuß, sein Schuss aus wenigen Metern wurde jedoch von Mally abgeblockt (66.).

Malmö hatte aufgrund des Meisterschaftsendes in Schweden seit 23. Oktober nur zwei Pflichtspiele in der Europa League absolviert, präsentierte sich aber trotzdem lange Zeit als ebenbürtiger Gegner.

Stimmen zum Spiel
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Mich freut es für die zwei jungen Innenverteidiger, die ihre Sache gut gemacht haben, und für die Mannschaft, die eine gute Leistung geboten hat. Dieses Match könnte eine Trendwende bedeuten. Was den verpassten Aufstieg betrifft, sind wir natürlich enttäuscht, aber es war nicht mehr in unserer Hand."

Zlatko Junuzovic (Austria-Mittelfeldspieler): "Es ist bitter, dass wir ausgeschieden sind, aber wir können trotzdem stolz auf uns sein, denn mit acht Punkten in der Gruppenphase hat vorher niemand gerechnet. Nachdem wir zuletzt gegen Sturm fünf Tore kassiert haben, war es wichtig, dass wir zu Null gespielt haben. In der ersten Hälfte hat Malmö locker drauf los gespielt, aber in der zweiten Hälfte war nichts mehr von ihnen zu sehen. Wir waren in dieser Gruppe der Außenseiter, dass wir so mit Alkmaar mithalten konnten, damit hat keiner gerechnet. Es war in der Vergangenheit nicht der Fall, dass wir unter Druck die drei Punkte geholt haben."

Roland Linz (Austria-Kapitän): "Wir haben in Alkmaar den Aufstieg verspielt. Dort war wir 2:0 vorn und haben leider noch den Ausgleich kassiert."

Michael Liendl (Austria-Mittelfeldspieler): "Wir können schon stolz sein auf uns. Dass wir nicht 6:0, 7:0 oder 8:0 gewinnen, war uns schon bewusst. Wir wollten einen versöhnlichen Abschluss haben, und den haben wir gehabt."

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